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Fernsehen „Tatort“ aus Münster: Doppelgänger leben gefährlich
Nachrichten Kultur Fernsehen „Tatort“ aus Münster: Doppelgänger leben gefährlich
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20:36 17.03.2019
Männer im Bad: Frank Thiel (Axel Prahl, links) und Professor Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) beim Rasieren nach einer durchgearbeiteten Nacht. Quelle: Foto: Thomas Kost/WDR
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Münster

Er ist der beliebteste Krimi der Nation: der „Tatort“ aus Münster. Die Fälle sind meist leicht verständlich, die Geschichten und ihre filmische Umsetzung tun keinem weh. Und zumindest zum Schmunzeln gibt’s stets Anlass genug, selbst wenn manche Folgen recht albern daherkommen. Was Thiel, Boerne und Co. also abliefern, ist tatsächlich ein Krimi für die ganze Familie. Das mag zwar manchmal viel zu harmlos sein, ist aber immerhin unterhaltsam. Und auf Letzteres kommt es offenbar gerade am Sonntagabend an.

Dennoch gab es im vergangenen Jahr nur eine einzige Folge aus Münster – aus Termingründen, wie es hieß. Als kleine Entschädigung können sich die Fans von Krimikomödien in diesem Jahr gleich auf drei neue Fälle freuen – zwei im Herbst/Winter sowie auf den an diesem Sonntag ausgestrahlten Fall „Spieglein, Spieglein“. Inszeniert hat ihn Matthias Tiefenbacher, der 2011 mit dem Münsteraner Fall „Herrenabend“ eine der bis dahin erfolgreichsten Folgen überhaupt drehte. Das Drehbuch stammt von Benjamin Hessler („4 Blocks“). Die beiden sind zudem ausgewiesene Krimi- und „Tatort“-Experten, und ihnen ist mit „Spieglein, Spieglein“ dann auch eine richtig amüsante Folge dieser Reihe gelungen.

Tatort“: Endlich wieder lustig

Einen Film, der weder zu überdreht ist noch auf Teufel komm raus einen Gag nach dem anderen abliefert (dafür gibt es ja das Team aus Weimar um Nora Tschirner und Christian Ulmen), sondern dessen Dialoge erstaunlich frisch, frech und lustig sind. Und selbst die in der Vergangenheit oft viel zu routinierten Witzeleien zwischen Thiel und Boerne sind endlich mal wieder komisch.

Dabei fängt die Woche für Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl) alles andere als lustig an. Irgendjemand hat seine besten Schuhe, die immerhin fast 80 Euro gekostet haben, aus dem Hausflur gestohlen. Notgedrungen muss er daher in hässlichen Sandalen zu einem Tatort eilen.

Doppelgänger beim „Tatort „ im Visier

Eine Frau ist mitten auf der Promenade in Münster erschossen worden – und sie sieht auf den ersten Blick aus wie die Staatsanwältin Wilhelmine Klemm (Mechthild Großmann), sogar die Zigaretten, die neben der Leiche liegen, sind deren bevorzugte Marke. Als Thiel dann feststellt, dass die Tote nicht Klemm ist, muss er kurz erleichtert lachen. Und das Foto von einem breit grinsenden Kommissar an einem Mordtatort macht danach schnell die Runde durch die Medien. Ein PR-Desaster für die Münsteraner Polizei!

Einen Tag später folgt bereits die zweite Leiche. Sie ist kleinwüchsig wie Silke „Alberich“ Haller (Christine Urspruch), die Assistentin von Professor Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers), und sie trägt sogar deren selbst gestrickten Schal, den Haller schon länger vermisst. Da die teure Tweedmütze von Boerne ebenfalls verschwunden ist und Thiels Schuhe ja gestohlen worden sind, vermuten die beiden, dass das alles irgendwie Methode hat und ein Serienmörder am Werke ist. Ein Psychopath natürlich, der Doppelgänger der Mitglieder des Ermittlerteams umbringt – aus Rache, aus Geltungssucht oder aus welchen verrückten Motiven auch immer.

Die geniale Idee führt beim „Tatort“ zum Täter

Dann geschieht schon wieder etwas Seltsames: Thiels Vater Herbert (Claus D. Clausnitzer) hat in seinem Taxi einen merkwürdigen Fahrgast: Brigitte Brückner (Kathrin Angerer), eine Angestellte aus der städtischen Kfz-Zulassungsstelle, die – wie der Film suggeriert – ganz offensichtlich etwas mit den Morden zu tun hat. Aber ist sie auch wirklich die Täterin? Wenn ja, werden noch weitere Morde nach ähnlichem Muster folgen? Und dann endlich haben Boerne und Thiel eine geniale Idee, die schließlich auch zum Erfolg führt.

Beide werden in dieser Folge übrigens gut unterstützt von einem neuen Assistenten, Mirko Schrader (Björn Meyer), der die bewährte Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter) vertritt und der nicht nur hervorragend Kaffee kochen kann. Doch mehr wollen wir an dieser Stelle nicht verraten, das würde den Spaß an diesem Film trüben. Kurzum: Endlich mal wieder ein richtig guter Münsteraner „Tatort“, der zwar nicht besonders spannend ist, aber 90 Minuten lang bestens unterhält.

Von Ernst Corinth/RND

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