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Kultur Filmhighlights 2019: Dumbo, Captain Marvel und ein Abschied
Nachrichten Kultur Filmhighlights 2019: Dumbo, Captain Marvel und ein Abschied
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12:30 28.12.2018
„Ein Gauner und Gentleman“, „Dumbo“ und „Captain Marvel“ laufen 2019 im Kino an Quelle: DCM/Disney/Marvel.
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Berlin

Sein Gesicht ist von tiefen Falten durchzogen, der Mann ist ja auch schon 82 Jahre alt. Aber in diesen Lebensfurchen versteckt sich immer noch der Jungencharme, den wir wohl auf ewig mit Robert Redford verbinden werden: In „Ein Gauner und Gentleman“ (Kinostart: 28. März) lässt der Hollywood-Veteran sein Charisma noch einmal aufblitzen als höflichster Bankräuber, den die Welt gesehen hat – so höflich, dass sich mancher Zeuge hinterher gar nicht recht erinnern kann, ob der Ganove nun eine Waffe trug oder nicht.

Nach dieser Vorstellung ist Schluss: Redford hat angekündigt, dass dies seine letzte Kinoarbeit sein soll – jedenfalls vor der Kamera. Einer der letzten Vertreter aus Hollywoods großer Zeit verabschiedet sich ganz gelassen von der Leinwand.

Hochkarätig besetzt: „The Favourite“

Ob der Gentleman-Gauner tatsächlich etwas mit der Oscar-Vergabe am 24. Februar zu tun haben wird? Auf ein paar aussichtsreiche Kandidaten können sich deutsche Kinozuschauer jedenfalls noch freuen: Der Grieche Yorgos Lanthimos zettelt im Historienfilm „The Favourite“ (24. Januar) einen Zickenkrieg mit Emma Stone, Rachel Weisz und Olivia Colman am Hofe der britischen Königin Anne an – auch eine Möglichkeit, starke Frauen zu präsentieren.

„Beale Street“ und „Green Book“

Das Thema Rassismus beschäftigt das US-Kino auch im kommenden Jahr. Oscar-Regisseur Barry Jenkins lässt auf „Moonlight“ die dramatische Liebesgeschichte „Beale Street“(27. März) folgen, die Verfilmung eines James-Baldwin-Romans, in dem ein schwarzes Paar in den Siebzigern Opfer einer weißen Justiz wird.

Und Viggo Mortensen ist in „Green Book“ (31. Januar) als Chauffeur eines schwarzen Musikers im Süden der USA unterwegs. Kein leichter Job Anfang der sechziger Jahre – und trotzdem ein Feel-Good-Movie.

„Men in Black“ und „Wonder Woman“: Film-Recycling in Hollywood

Hollywood recycelt derweil uninspiriert alte Erfolge, als sei dem Serienboom der Streamingdienste so beizukommen. Die „Men in Black“ (13. Juni) sorgen wieder mal dafür, dass die Aliens sich auf der Erde anständig benehmen. Allerdings tun statt Will Smith und Tommy Lee Jones nun Chris Hemsworth und Tessa Thompson als Agenten ihren Dienst.

Arnold Schwarzenegger kehrt als unverwüstlicher Cyborg in „Terminator 6“ (30. Oktober) zurück und bringt – Überraschung! – Linda Hamilton alias Sarah Connor mit.

Marvel entdeckt nach dem Sensationserfolg von DC-Comics mit „Wonder Woman“ (2017) endlich auch die Attraktion einer Superheldin: Oscar-Preisträgerin Brie Larson entwickelt als „Captain Marvel“ (7. März) übernatürliche Kräfte. Und, ach ja, die aktuelle „Star Wars“-Trilogie (19. Dezember) findet mit dem kurzfristig eingewechselten Regieroutinier J. J. Abrams ihren Abschluss.

Disney-Klassiker „Dumbo“ und „König der Löwen“ werden real

Disney setzt auf Realverfilmungen seiner Zeichentrick-Klassiker. Tim Burton lässt den Elefanten „Dumbo“ (4. April) fliegen. Guy Ritchie lässt „Aladdin“ (23. Mai) singend seine Diebeszüge unternehmen (mit Will Smith als Flaschengeist!). Und der „Jungle Book“-erprobte Regisseur Jon Favreau lässt den „König der Löwen“ (18. Juli) brüllen.

Auf einen zumindest ist Verlass, wenn es um originelle Kinostoffe geht: Quentin Tarantinos Drama „Once Upon A Time In Hollywood“ (8. August) spielt vor dem Hintergrund der Charles-Manson-Morde 1969 in Los Angeles. Leonardo DiCaprio und Brad Pitt sind dabei, Margot Robbie verwandelt sich in Sharon Tate.

Fatih Akin meldet sich zur Berlinale zurück

Es lohnt, den Blick von Hollywood zu lösen: Die Berlinale (7. - 17. Februar) eröffnet im letzten Jahr unter der Leitung von Dieter Kosslick mit „The Kindness Of Strangers“ von Lone Scherfig. Die humorbegabte Dänin erzählt von Menschen in der Lebenskrise. Ebenfalls im Bären-Rennen: Fatih Akin mit seinem Thriller „Der Goldene Handschuh“ (21. Februar) über den Hamburger Frauenmörder Fritz Honka und Angela Schanelec mit dem Familiendrama „Ich war zuhause, aber“ mit Franz Rogowski. Der Franzose François Ozon fasst ein heißes Eisen an: „Grâce à Dieu“ dreht sich um sexuellen Missbrauch durch einen Priester.

Netflix-Stress in Cannes?

Der Festivalreigen geht im Frühjahr in Cannes (14. – 25. Mai) weiter – und eine der spannenden Fragen dürfte sein, ob die Franzosen ihren Clinch mit Netflix durchziehen und der Streamingdienst weiter Zaungast beim immer noch wichtigsten Kinotreffen der Welt bleibt. Falls ja, dürfte sich die Konkurrenz in Venedig (29. August – 7. September) wieder die Hände reiben über so viele heiße Premieren.

Einer der begehrtesten Film 2019 ist jedenfalls eine Netflix-Produktion: Martin Scorsese hat für den Mafiathriller „The Irishman“ seine alten Kumpel Robert De Niro, Al Pacino und Harvey Keitel zusammengetrommelt. Wie es heißt, soll der Film auf jeden Fall einen ordentlichen Kinostart bekommen. Mit dem Ruhm der großen Leinwand kann nun mal kein noch so hochauflösender Bildschirm mithalten.

Von Stefan Stosch/RND

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