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Kultur Glanzvoll: Das Museum Berggruen
Nachrichten Kultur Glanzvoll: Das Museum Berggruen
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00:00 16.03.2013
In frischem Glanz: Das Museum Berggruen. Das Haus wurde nach rund zweijähriger Sanierung wiedereröffnet. Quelle: dpa
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Berlin

Nach zweijährigem Umbau ist das Berliner Museum Berggruen mit seiner Sammlung der Klassischen Moderne von heute an wieder für das Publikum zugänglich. Das von Heinz Berggruen (1914-2007), einem Kunsthändler, gestiftete Museum wurde auf 1200 Quadratmeter Ausstellungsfläche — das Doppelte — erweitert.

Bei Umbaukosten von 7,6 Millionen Euro, die vom Bund finanziert wurden, werde damit das Museum noch attraktiver, erklärte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) gestern. Im Museum gegenüber vom Schloss Charlottenburg werden unter anderem Werke von Pablo Picasso, Paul Klee und Alberto Giacometti gezeigt.

Es sei ein „bleibender Akt der Versöhnung“, dass Berggruen, der 1936 aus Deutschland flüchten musste, seine Sammlung nach Berlin gebracht habe, so Neumann. Der Kulturstaatsminister dankte Berggruens Witwe Bettina und den Söhnen Olivier und Nicolas dafür, dass sie das Mäzenatentum des Sammlers fortführen wollten.

Mit dem Umbau wurde der neoklassizistische Stüler-Bau um das benachbarte Kommandantenhaus erweitert. In dem Ende des 19. Jahrhunderts für Unteroffiziere gebauten Wohnhaus war zuletzt eine Kindertagesstätte untergebracht. Das Architekturbüro Kuehn Malvezzi hat die beiden denkmalgeschützten Gebäude durch eine Pergola aus Stahl und Glas verbunden. Dahinter öffnet sich ein Skulpturengarten, gesäumt von alten Bäumen.

Besitzer der Sammlung ist die vom Bund und den Ländern getragene Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Ihr hatte Heinz Berggruen seine Schätze 1996 als Leihgabe für zehn Jahre überlassen. „Die Bilder wollen betrachtet werden“, so sein Credo.

Im Dezember 2000 kaufte die Stiftung die auf 1,5 Milliarden Mark geschätzte Sammlung für einen symbolischen Preis von 253 Millionen Mark (129 Millionen Euro). Kernstück sind mehr als hundert Werke von Picasso, darunter „Sitzender Harlekin“ (1905) oder „Der gelbe Pullover“ (1939), ein Porträt seiner Geliebten Dora Maar. Nach Berggruens Tod 2007 erweiterten seine Erben die Sammlung um viele Leihgaben.

OZ

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