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Kultur Hunde schänden das Grab von Ferdinand von Schill
Nachrichten Kultur Hunde schänden das Grab von Ferdinand von Schill
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11:39 13.09.2014
Frank Leuschel und die Jugendlichen der Schützen-Compagnie sind traurig. Sie hatten das Grab Ferdinand von Schills mühevoll hergerichtet, doch danach wurde es von Hunden durchlöchert. Quelle: Alexander Müller
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Stralsund

Offenbar haben Hunde in den vergangenen Wochen mehrere Löcher in die letzte Ruhestätte des preußischen Offiziers Ferdinand von Schill auf dem Stralsunder St. Jürgen Friedhof gegraben. „Leider gab es einige Vorfälle, bei denen zum Beispiel durch Hunde die Grabstelle, aber auch die neue Bepflanzung, beschädigt oder vernichtet wurden“, sagt Stadtsprecher Peter Koslik. Ferdinand von Schill ist vor rund 200 Jahren im Kampf gegen Napoleons Franzosen in Stralsund gefallen und hier auch begraben worden. Mehrere Gedenkstätten in der Stadt erinnern an sein Wirken.

Besonders traurig über die Schändung des Grabs sind die Jugendlichen der Stralsunder Schützen-Compagnie. Sie hatten die Stelle erst im Mai, kurz vor Schills 205. Todestag, mit viel Arbeit wieder hergerichtet. Mit Unterstützung der Stadtverwaltung legten die jungen Leute und ihre Eltern einen Tag lang Beete an, pflanzten Hecken und erneuerten Wege. Doch schon nach bald war der neue Glanz des Grabs schon wieder verschwunden. Im August tauchten ständig neue Löcher in der Ruhestätte auf, einige davon waren sogar 50 Zentimeter tief. „Wir haben die Löcher immer wieder zugemacht, aber schon nach wenigen Tagen waren sie wieder da. Wir kamen gar nicht mehr hinterher“, sagt Schütze Ralf Leuschel. Die Spuren würden eindeutig auf Hunde hindeuten, die von ihren Besitzern offenbar nicht an die Leine genommen werden. „Vielleicht steckt ja sogar Vorsatz dahinter.“

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Alexander Müller