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Kultur In Partystimmung: So war das Konzert von SDP in Rostock
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In Partystimmung: So war das Konzert von SDP in Rostock

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22:57 07.02.2020
Die Berliner Band SDP ist am Freitagabend vor rund 2300 Besuchern in der Rostocker Stadthalle aufgetreten. Quelle: Ove Arscholl
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Südstadt

Der Ruf als Spaßvögel, aber auch als gewiefte Entertainer, der eilt ihnen voraus: Dag-Alexis Kopplin und Vincent Stein bilden bereits seit zwanzig Jahren die Band SDP, setzt sind sie beide 36. Ihre jetzige Tour begleitet das aktuelle SDP-Album, das den vieldeutigen Titel „Die unendlichste Geschichte “ trägt.

Soviel Unernst muss schon sein, denn den Jungs (und ihrer vierköpfigen Band) geht es vor allem um Party. Aber nicht nur.

Die Berliner Band SDP ist am Freitagabend vor rund 2300 Besuchern in der Rostocker Stadthalle aufgetreten.

Die 2300 Besucher in der Rostocker Stadthalle sahen das am Freitagabend auch so. Und es gab zunächst Nummern aus dem aktuellen Album, später ging es allmählich zurück in die eigene Bandgeschichte. Da blickten nämlich Dag-Alexis Kopplin und Vincent Stein in die SDP-Entstehungszeit zurück, als sie im Kinderzimmer zusammen ihre erste Songs schrieben. In ihren aktuellen Live-Programm servierten sie sonst Songs wie „Viva la Dealer“, „Unikat“, „Die Nacht von Freitag auf Montag“ oder „Wenn ich einmal groß bin.“ Auch ein Ärzte-Song war im Programm, nämlich „Schrei nach Liebe“. Darin zeigte sich zwar die geistige Verbundenheit mit den Ärzten, aber nicht die musikalische. Denn SDP servieren keinen Spaßpunk, sondern eine Mischung aus Pop, HipHop, Indie und ein bisschen Weltmusik. Wichtig dabei vor allem: Es muss tanzbar sein.

Zwischendurch wurde es auch mal emotional

In Rostock war das jedenfalls der Fall, zwischendurch nahmen die beiden SDP-Chefs mal das Tempo raus und spielen ein kleines Akustik-Set in der Saalmitte – und kamen damit ihren Fans noch etwas näher. Zu hören war unter anderem ein ausdrückliches Nicht-Liebeslied, das SDP „Millionen Liebeslieder“ getauft haben. Denn: „Es gibt Millionen Liebeslieder, ich erkenn’ dich darin wieder, viel zu viele Liebeslieder, alle handeln von dir.“ Ja, da wurde es dann ein bisschen emotional.

SDP-Lieder als Lebenshilfe

Die Party ging weiter, unter anderem brachten die SDP-Leute ihrem Publikum eine wichtige Lebenslektion bei, nämlich auch mal „Nein“ zu sagen. Logischerweise hieß diese Titel dann auch „Nein!“ Hier zeigte in der allgemeinen Partystimmung auch mal, dass es ein bisschen tiefer gehen kann. Im Song „Unikat“ wird dem Publikum schließlich auch Selbstbewusstsein vermittelt: „Denn du bist ein Unikat, einzig in deiner Art, wir alle ecken an so wie in einem Quadrat.“ So soll es sein.

Kaputte, aber kreative Großstadt-Kinder

Auch ein bisschen Nachdenken über Geschlechter-Rollenklischees („Männer und Frauen“) oder ein wenig Großstadt-Philosophie („So schön kaputt“ ) konnten die SDP-Mitglieder gut von der Bühne bringen: „Wir sind vom Leben gezeichnet in den buntesten Farben, und wir tragen sie mit Stolz, uns’re Wunden und Narben“, heißt es in „So schön kaputt“. Nicht so kaputt wie die SPD, für SDP läuft es gut derzeit.

Von Thorsten Czarkowski

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