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Kultur Kämpferisch und kuschelig
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Der Musiker und Poet Heinz Rudolf Kunze am Sonnabend vor über 1200 Besuchern auf der Rostocker Moya-Kulturbühne. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

„Wir freuen uns wie die Kullerkekse!“ Ein bisschen überwältigt war Heinz Rudolf Kunze am Samstagabend schon: Volles Haus! Über 1200 Besucher hatten sich im Rostocker „Moya“ eingefunden, um den Deutschrocker zu sehen, zudem waren alle Beteiligten in prächtiger Stimmung. Kunze stellte mit seiner Band zunächst sein aktuelles Album „Schöne Grüße vom Schicksal vor“, mit Songs wie „Raus auf die Straße“ oder „Zitadelle“. Aber Heinz Rudolf Kunze, seit 1981 im Musikgeschäft, hat einen riesigen Fundus an Liedern, aus dem er nach Belieben schöpfen kann. Über zweieinhalb Stunden Programm also, auch mit älteren Liedern wie „Vertriebener“, „Der Abend vor dem Morgen danach“, auch „Lebend kriegt ihr mich nicht“.

Auch Stücke aus den Achtzigern gab’s, „finstere Zeiten, fast so finster wie heute“, wie Kunze meinte, der dann einen wirklich finsteren Titel wie „Das Ultimatum“ spielte. Immer wieder hat der Musiker politische oder gesellschaftliche Themen behandelt, er hier brachte er den neuen Song „Hartmann“, der sich mit dem Afghanistan-Konflikt befasste, auch das nachdenkliche „Aller Herren Länder“, das vom Publikum geradezu bejubelt wurde. In poetischen Zwischentexten übte Kunze noch schärfere Kritik an der Welt, die man heute vorfindet: „Wissen Sie schon das Neueste? Nein? Seien Sie froh!“

Dann kam wieder der Kuschel-Kunze zum Vorschein, der mit Liebesliedern wie „Leg nicht auf“, „Wenn du nicht wiederkommst“ und natürlich „Dein ist mein ganzes Herz“ das Publikum einfing. Kunze gab auch seiner Backgrundsängerin Jördis Tielsch Gelegenheit, sich mit eigenen Songs zu präsentieren, gemeinsam sangen sie dann „Mit Leib und Seele“. Doch am Ende des Konzerts saß Heinz Rudolf Kunze einsam am Klavier und intonierte seinen bedrückenden Song „Bestandsaufnahme“, der an Aktualität offenbar wenig eingebüßt hat.

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