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Kultur Koeppenhaus zeigt Bilder von der Sinnlosigkeit des Krieges
Nachrichten Kultur Koeppenhaus zeigt Bilder von der Sinnlosigkeit des Krieges
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09:27 29.04.2015
Fotografie von Detlef Steinberg in der Greifswalder Ausstellung.
Fotografie von Detlef Steinberg in der Greifswalder Ausstellung.
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Greifswald

Der Berliner Fotograf Detlef Steinberg (70) präsentiert im Greifswalder Koeppenhaus seinen Blick auf den blutigen Kaukasuskrieg. Steinbergs Bilder sind nicht vordergründig Dokumente eines konkreten Krieges, sie sind vor allem eindrückliche und mahnende Zeugnisse einer sich auch heute immer wiederholender Sinnlosigkeit des Krieges.

Die Ausstellung „Zehn Tage Tschetschenien“  zeigt den inzwischen 20 Jahre zurückliegenden ersten Tschetschenienkrieg aus einer ungewöhnlichen Perspektive. Im Frühjahr 1995 war Steinberg, der sich gerade in Moskau aufhielt, auf eigene Faust und ohne redaktionellen Auftrag ins Kriegsgebiet gereist.

„Präsident Jelzin hatte verkündet, der Tschetschenienkrieg sei beendet. Ich hab das nicht geglaubt und mir gesagt: Jetzt geh ich da hin und schau mir das an“, sagte Detlef Steinberg. Seine Bilder berühren durch eine Unmittelbarkeit und Nähe, die vor allem in der tiefen Menschlichkeit und Offenheit des Fotografen zu wurzeln scheint. Er zeigt das Alltagsleben von Menschen in existenzbedrohenden Situationen jenseits der Pfade üblicher Kriegsberichterstattung.

Ausstellung im Koeppenhaus Greifswald, Bahnhofstraße 4, bis 13. Juni. Geöffnet Di-Sa 14-18 Uhr, Do bis 20 Uhr. Eintritt frei.



OZ