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Kultur Komponist kommt zum Dom-Ballett
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00:00 23.05.2014
Ursprünglich sind meine Werke nicht komponiert worden, um dazu zu tanzen.“Komponist Peteris Vasks
Ursprünglich sind meine Werke nicht komponiert worden, um dazu zu tanzen.“Komponist Peteris Vasks
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Greifswald — Zur heutigen Uraufführung von Ralf Dörnens neuestem Ballett „ der Himmel, diese Leere“ im Dom St. Nikolai reist der international erfolgreiche lettische Komponist (68) Peteris Vasks nach Greifswald.

OSTSEE-ZEITUNG: Vor einem Jahr waren Sie beim Konzert ihres Werks „Credos“, gespielt vom Orchesters des Theaters Vorpommern in Greifswald dabei. Wie ist es für Sie, wieder herzukommen?

Peteris Vasks: Greifswald ist mir in guter Erinnerung geblieben. Ich mag diese Stadt sehr. Es beginnt langsam eine schöne Tradition, im Frühsommer hier zu sein.

OZ: Ralf Dörnen vertanzt in „ der Himmel, diese Leere“ ihr musikalisches Gebet „Herr, öffne unsere Augen“ zwischen Wolfgang Amadeus Mozarts Messe in c-Moll und Anton Bruckners „Te Deum“. Was bedeutet Ihnen das?

Vasks: Ich schätze Ralf Dörnen. Vor einem Jahr sprachen wir miteinander über dieses Vorhaben. Damals habe ich mir auch St. Nikolai angesehen. Das Ballett ist eine große Herausforderung. Der Dom ist dafür ein fantastischer Ort. Warum soll es nicht dort passieren, wenn es mit Liebe, Hingabe und Leidenschaft geschieht? Dörnen interessiert sich als Choreograph für zeitgenössische Musik. Das war eine positive Überraschung.

OZ: Wovon sind Sie überrascht?

Vasks: Viele Choreographen auf der Welt vertanzen meine Stücke. Ursprünglich sind diese Werke dafür nicht komponiert worden.

OZ: Wie entstand „Herr, öffne unsere Augen“ für gemischten Chor und Streichorchester?

Vasks: Es ist ein Auftragswerk, das 2011 entstand. Über zehn Jahre habe ich mich mit den drei Bitten des Gebets beschäftigt, die in dieser musikalischen Hommage an Mutter Teresa zusammengeführt werden. Die Uraufführung fand im November 2012 im Rigaer Dom unter dem Dirigenten Sigvards Klava mit der Sinfonietta Riga und Lettischen Rundfunkchor statt. In diesem Frühjahr gab es die Deutsche Erstaufführung in Berlin mit dem Rias Kammerchor. Jetzt kommt es am Theater Vorpommern in Greifswald und Stralsund zu Aufführung.

OZ:Was schätzen Sie an Mutter Teresa?

Vasks: Sie ist eine besondere kirchliche Persönlichkeit mit einer so großen Ausstrahlungskraft.

Interview: Uwe Roßner



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