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Kultur Kulturförderpreis geht nach Sundhagen
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06:20 11.11.2015
Opernale 2015 in der Wasserburg Thurow Quelle: Claudia Noatnick
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Jager

Der Opernale e.V. wurde am Montag in Schwerin ausgezeichnet. Die OSTSEE-ZEITUNG sprach mit der künstlerischen Leiterin Henriette Sehmsdorf.

OSTSEE-ZEITUNG: Der Opernale e. V. hat den Kulturförderpreis erhalten. Ein Grund zu feiern?

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Henriette Sehmsdorf: Das ist es. Wir freuen uns riesig, für uns ist das wirklich ein tolle Ereignis. Bedeutet es doch, dass wir mit unseren Programmen aufgefallen sind.

OZ: Zum wievielten Mal haben Sie den Preis gewonnen?

Sehmsdorf: Zum ersten Mal. Und wenn ich richtig informiert bin, erhält kein Preisträger diesen Preis auch ein weiteres Mal.

OZ: Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Wie wird das Geld verwendet?

Sehmsdorf (lacht): Noch ist das Geld nicht auf unserem Konto. Aber wenn es da ist, soll es in unser neues Projekt einfließen. Für das kommende Jahr planen wir „Die Zauberfläut“ - Mozarts Oper auf plattdeutsch.

OZ: Was, glauben Sie, bewirkt der Preis in der öffentlichen Wahrnehmung?

Sehmsdorf: Ich denke, dass wir unsere Position in kulturellen Bereich dadurch festigen können, dass wir durch den Preis bei vielen Menschen noch besser im Gedächtnis bleiben. Und ich hoffe, dass sich dadurch neue Ideen und Kontakte ergeben werden. Und ich würde mir wünschen, dass das Echo des Preises bei den Geldgebern nachhallt und es finanziell noch etwas besser läuft. Momentan klafft trotz unseres Erfolges ein Loch von mehreren tausend Euro.

OZ: Ministerpräsident Erwin Selling würdigte den Opernale e. V. als „kulturelle Perle im ländlichen Raum“. Wie sehen Sie sich selbst?

Sehmsdorf: Ganz bestimmt nicht als Perle oder leuchtendes Vorbild. Wir sind jemand, der so viel wie möglich machen will, der Menschen für Kultur begeistern möchte und diese deshalb zu ihnen bringt.

OZ: Wenn Sie einen Wunsch frei hätten - was würden Sie sich wünschen?

Sehmsdorf: Mehr Zeit. Derzeit sind wir noch am Abarbeiten der abgelaufenen Opernale-Saison und zugleich am Vorbereiten des neuen Programmes. Das Jahr müsste einen Monat mehr haben - zwei Wochen für den Abschluss der diesjährigen Saison und zwei weitere Wochen, in denen ich einfach nur einmal Urlaub machen kann.



Noatnick, Claudia