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Kultur „Kunst offen“ lockt zu Pfingsten
Nachrichten Kultur „Kunst offen“ lockt zu Pfingsten
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Auf „Kunst offen“ in Mecklenburg-Vorpommern vorbereitet: der Töpferhof von Brigitte Dix (68) in Anna Luisenhof. Quelle: Dietmar Lilienthal
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Rostock/Anna Luisenhof

„Das ist für mich der Höhepunkt des Jahres“, sagt Brigitte Dix. Auf ihrem Töpferhof in Anna Luisenhof (Landkreis Rostock) ist so viel Platz, dass sie traditionsgemäß vier befreundete Künstler einlädt, damit sie hier ihre Angebote präsentieren können. Das sind in diesem Fall Silvia Stieg, Birgit Lucke, Jörg Roß und Roland Jungnickel. Fünf Künstler sind’s also in Anna Luisenhof, jeder hat natürlich seine eigene Handschrift und bringt demzufolge auch ein eigenes Sortiment mit. Der Publikumszulauf ist enorm, weiß Brigitte Dix aus den vergangenen zehn Jahren, in denen sie bereits an „Kunst offen“ teilgenommen hat. „Wir haben an drei Tagen schon bis zu 4000 Besucher hier gehabt“, berichtet sie über den Zustrom. Da ist natürlich in der Woche vor Pfingsten einiges an Vorbereitung nötig – Sitzgelegenheiten werden aufgestellt, Kuchen und Kaffee werden bereitgehalten. Auch für Parkmöglichkeiten muss gesorgt sein.

Zu Pfingsten wehen in Vorpommern blau-weiße Fahnen, in Mecklenburg hängen gelbe Sonnenschirme

Bei „Kunst offen“ sind an rund 500 Orten in Mecklenburg-Vorpommern solche Angebote zu finden, die kunstinteressierten Käufer ziehen von Freitag bis Montag durch das Land. „Wir kennen das von vielen Käufern, die bei uns vorbeischauen, die haben sich eigene Touren zusammengestellt, die durch das ganze Land führen“, hat Brigitte Dix von ihren Besuchern erfahren. So nutzen die tausenden Besucher von „Kunst offen“ das Pfingstwochenende, um eine Erlebnis- und auch Einkaufstour in Sachen Kunst zu unternehmen. „Kunst offen“ gibt es bereits seit 1994, die Erkennungszeichen: Zu Pfingsten wehen in Vorpommern blau-weiße Fahnen, in Mecklenburg hängen gelbe Sonnenschirme überall dort, wo Künstler ihre Werkstätten öffnen und sich von Besuchern über die Schulter schauen lassen. Unterstützt von Galeristen, Kulturämtern, Kunstvereinen und Stiftungen laden Künstler und Kunsthandwerker zu Einblicken in ihre Orte der Kreativität ein, ob an Drehscheibe, Staffelei oder Webstuhl.

Mit Künstlern reden, Ateliers besichtigen

Denn es ist dabei möglich, vielen Künstlern über die Schulter zu schauen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, ihre Ateliers und Werkstätten anzusehen. Natürlich gibt es immer was zu entdecken: Auch auf dem Hof von Brigitte Dix wimmelt es von ihren fantasievoll gestalteten Produkten. Die ehemalige Lehrerin ist heute 68 und hat ihr Handwerk einst von der Töpfermeisterin Ursula Zimmermann aus Bad Doberan erlernt. Über die Jahre hat Brigitte Dix zu ihrer eigenen Handschrift gefunden und die Herstellung zur Perfektion gebracht. Das betrifft nicht nur Gebrauchskeramik, wie zum Beispiel große Teetassen oder die Daumenschalen, die von der Keramikerin gestaltet wurden und sich bequem in der Hand halten lassen. Auch sind es allerlei illustre Keramikfiguren, die Brigitte Dix herstellt, die von der Kundschaft gern gekauft werden – der Glücksgnom, der Feenmann, der Mönch, allerlei Eulen und noch vieles mehr.

Landesweit sind tausende Besucher unterwegs

Damit steht Brigitte Dix beispielhaft für die vielen Künstler und Kunsthandwerker im Land, die oft im Verborgenen werkeln, denn ihre Werkstätten und Ateliers liegen manchmal etwas versteckt im Land. Die vielen Kreativen, die sich mit Kunst, Design oder Kunsthandwerk befassen, bekommen an diesem Wochenende die Möglichkeit, den Verkauf ihrer Produkte anzukurbeln und sich einfach mal einem größeren Publikum zu präsentieren. Musik, Theater und Lesungen runden diese landesweite Aktion kulturell ab.

Weitere Informationen zu „Kunst offen“ und zu den teilnehmenden Künstlern gibt es unter anderem bei www.auf-nach-mv.de, www.ostseeferien.de sowie www.mecklenburg-schwerin.de

Thorsten Czarkowski

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