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Kunstmesse „Baltic Art Weekend“ lockte nach Rostock

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16:13 30.08.2020
Die verschiedenen Galeristen werden von den Besuchern gut besucht. Das freut auch Kirk Sora (2 v.l.), der seinen Fotografie ausstellt.
Die verschiedenen Galeristen werden von den Besuchern gut besucht. Das freut auch Kirk Sora (2 v.l.), der seinen Fotografie ausstellt. Quelle: Martin Börner
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Reutershagen

Die Rostocker Kunsthalle war zum zweiten Mal Schauplatz dieser Messe. Von Freitag bis Sonntag war das „Baltic Art Weekend“ angesetzt, dort konnten sich Galerien und Vereine aus Mecklenburg-Vorpommern mit Kunst und mit Künstlern präsentieren. Eigentlich war die Messe schon für den Mai geplant und wurde dann coronabedingt verschoben. Nun passt sie gerade noch ins Programm der Kunsthalle, die ab 13. September für eine umfassende Sanierung für zwei Jahre schießen wird.

Kunstvereine aus Rostock und Wismar zeigten Präsenz

Das „Baltic Art Weekend“ hat sich schnell in der Szene etabliert: „Das ist wie ein Familientreffen“, sagte Thomas Häntzschel, Vorsitzender des Kunstvereins zu Rostock. „Wir haben Arbeiten aus unserem Programm der letzten zwei Jahre dabei und auch schon Werke aus einer kommenden Ausstellung.“

Das „Baltic Art Weekend“ fand vom 28. bis 30. August in der Rostocker Kunsthalle statt

Gleich nebenan hatte der Kunstverein aus Wismar seinen Stand aufgebaut, wo Lena Biesalski und Susanne Gabler zu finden waren, die neben Arbeiten der anderen Wismarer Vereinsmitglieder auch eigene Werke mitgebracht hatten.

Neun Galerien aus MV waren mit Ständen vertreten

Die Kunstvereine aus Wismar und Rostock wurden im Obergeschoss durch die Präsenz von neun Galerien aus Mecklenburg-Vorpommern ergänzt, die Ausschnitte aus ihren Angeboten präsentierten. So unter anderem Hubert Schwarz von der Galerie Schwarz aus Greifswald. Ein wichtiges Thema war für alle Beteiligten in diesem Jahr natürlich, wie die Corona-Krise den Galerie- und Kunstbetrieb beeinflusst hat. Nach einer Phase der Verunsicherung ist nun wieder fast Normalität eingekehrt. Es gibt sogar positive Effekte. „Ich habe Kunden, die Mecklenburg-Vorpommern besucht haben, aber eigentlich ihren Urlaub woanders geplant hatten“, so Hubert Schwarz. Er zeigt sich weiterhin optimistisch. Auch Susanne Burmester aus der Galerie Circus Eins aus Putbus teilt diesen Optimismus. Konkurrenzdenken scheint es unter den Galeriebetreibern im MV nicht zu geben, das Land ist groß genug.

Besondere Aktion beeindruckte am Samstagabend die Besucher

Ein besondere Aktion bekamen die Anwesenden am Samstagabend geboten: Es war eine Bewegungsperformance innerhalb des Werks „Heartbeat“; der Künstler Christian Awe hatte in den vergangenen Tagen den White Cube in der Kunsthalle mit einem neuen Kunstwerk ausgestaltet. Das raumfüllende und beeindruckende Werk „Heartbeat“ mit seinen stark dominierenden Rottönen wird bis zum 13. September zu sehen sein – und mit der Renovierung der Kunsthalle wieder verschwinden. Kunsthallenchef Jörg-Uwe Neumann war sichtlich stolz, den Künstler Christian Awe mit diesem beeindruckenden Werk in Rostock präsentieren zu können.

Von Thorsten Czarkowski