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Kultur Landesamt: Sowjetisches Ehrenmal soll stehen bleiben
Nachrichten Kultur Landesamt: Sowjetisches Ehrenmal soll stehen bleiben
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11:18 20.09.2014
Das sowjetische Ehrenmal vor dem Nordportal der Marienkirche in Stralsund.
Das sowjetische Ehrenmal vor dem Nordportal der Marienkirche in Stralsund. Quelle: Jens-Peter Woldt
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Stralsund

Die Debatte um die Zukunft des sowjetischen Ehrenmals am Neuen Markt in Stralsund bekommt neuen Zündstoff. Das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege MV hat sich dafür ausgesprochen, das Ehrenmal nicht zu versetzen, sondern an seinem jetzigen Standort zu belassen. So steht es in einem Aufsatz des Landeskonservators Klaus Winands.

Der Text mit dem Titel „Stein des Anstoßes?! Das ,unbequeme' sowjetische Ehrenmal am Neuen Markt in der Hansestadt Stralsund“ ist auf der Internetseite der Behörde unter „Denkmal des Monats“ erschienen. „Veränderungen, insbesondere durch Umsetzung der Stele und Umbettung der Gräber, sind aus denkmalfachlicher Sicht schwer vorstellbar und würden eine Neubewertung des Denkmalwertes zur Folge haben“, heißt es. Auch der Standort sei ein Dokument, das Zeugnis von der Geschichte ablegt.

Das sowjetische Ehrenmal ist eine Kriegsgräberstätte. Es birgt Grabstellen für Soldaten und Angehörige der Roten Armee, die im Zweiten Weltkrieg gefallen sind, und ein Denkmal mit einem Relief, auf dem sich ein Rotarmist und ein Zivilist die Hände reichen.

Im Zuge der Umgestaltungspläne für den Neuen Markt ist in den vergangenen Jahren eine Diskussion um die Frage entbrannt, ob die Gedenkstätte an seinem bisherigen Ort verbleiben sollte oder nicht. Bei mehreren Bürgerversammlungen im Frühjahr 2013 hatten viele Stralsunder dafür plädiert, das Ehrenmal zu versetzen, um das Nordportal der St. Marienkirche direkt dahinter wieder begehbar zu machen.



Alexander Müller