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Kultur Landkino: Wenn die Film-Leinwand ins Dorf kommt
Nachrichten Kultur Landkino: Wenn die Film-Leinwand ins Dorf kommt
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06:49 14.10.2015
Das Landkino erfreut sich großer Beliebtheit. Quelle: privat
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Niepars

Wenn die Landbevölkerung nicht ins Kino kommt, bringen wir das Kino eben aufs platte Land – das dachten sich Jutta Horn und Andrea Baranowski aus Niepars und riefen im letzten Jahr das Projekt Landkino ins Leben. Und die Premieren-Saison kam bei den Leuten gut an. Im Schnitt 35 Filmkieker saßen im „Klubkino“ im Obermützkower Freizeitverein.

Als Publikumsmagnet mit 50 Zuschauern erwies sich hier zum Beispiel „Monsieur Claude und seine Töchter“ Und das Kinderkino war ebenso ein voller Erfolg. Doch auch die Reihe des besonderen Films mit „Vergiss mein Ich“ mit anschließender Podiumsdiskussion fand seine Fans. Begonnen hatte das Landkino vor etwa einem Jahr mit dem Streifen „Sieben Tage in Havanna“ mit Maria Schrader in der Hauptrolle.

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Doch der Rahmen könnte bald größer gespannt werden, denn das Landkino fand in der Leader-Aktionsgruppe großen Anklang. „Es gab viele Leute in Nordvorpommern, die total begeistert waren“, sagt Katharina Bötzer, Mitarbeiterin in der Kreisverwaltung und mit den Leader-Projekten beschäftigt. Ines Braun-Materna ist immer noch begeistert: „Das ist ein Beispiel, wie man mit wenig Geld Kultur aufs Land holen kann. Ich fand das einfach toll.“

Die beiden Initiatorinnen Jutta Horn und Andrea Baranowski können sich auf jeden Fall freuen, auf Platz 12 der 2016er-Prioritätenliste gerückt zu sein. Beworben haben sie sich mit der Idee, das Landkino auf breitere Füße zu stellen. Um aber auch an andere Veranstaltungsorte zu ziehen, braucht man natürlich entsprechende Technik. Und die kostet Geld. 27 000 Euro sind da veranschlagt – 18 000 Euro kommen nun aus dem Leader-Topf.



Ines Sommer