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00:00 04.11.2017
Illusion eines schwebenden Hockers: Die Zauberer Iris und Frank Musilinski mit Kurzauftritt bei der OSTSEE–ZEITUNG. Quelle: Foto: Dietmar Lilienthal
Rostock

„Ich habe schon mit acht Jahren beschlossen, Zauberer zu werden“, sagt Frank Musilinski heute. Der Auslöser war damals „Das große Buch der Magie“ von Jochem Zmeck. Das war nur der Anfang. Die Zauberei wurde eine Leidenschaft, die das ganze künftige Leben von Frank Musilinski bestimmten sollte.

Seit über drei Jahrzehnten steht Frank Musilinski als der „Hexer“ auf der Bühne. Jetzt hat er ein neues Programm entwickelt.

Die Termine

„Hexer –

Magic-Music-Mix“:

10. November, 20 Uhr, Lübeck, Casino

18. November, 20 Uhr, Rostock, Bühne 602

6. Januar, 20 Uhr,

Neubrandenburg, Konzertkirche, 20 Uhr

7. Januar, 18 Uhr, Schwerin Capitol

4. März, 17 Uhr, Wismar, Theater „Hexer-Zauber-Gala“:

9. Dezember, 19.30 Uhr, Rostock, Volkstheater, (Premiere)

Karten gibt es an den örtlichen Vorverkaufsstellen

Zauberei als Beruf? Das ging, wenn überhaupt, nur über Umwege. Frank Musilinski, geboren in Wismar, erlernte in Rostock erstmal einen richtigen Beruf: Beim Energiekombinat Nord – wo er sich als 15-Jähriger einem betriebseigenen Zauberzirkel angeschlossen hatte – erhielt er eine Ausbildung zum Instandhaltungsmechaniker. „Das hatte den Vorteil, dass ich als Schlosser meine Requisiten später selber herstellen konnte“, sagt Musilinski heute. „Damals habe ich mir einen schönen Ausstattungs-Fundus aufgebaut.“

Die DDR hat die Frühzeit seiner Karriere geprägt. Auch der Wunsch, das Hobby zum Beruf zu machen, ging damals in Erfüllung: 1986 hat Frank Musilinski bei einem Auftritt in Halle/Saale den Berufausweis als Zauberkünstler abgelegt. „Das war im dortigen Steintor-Varieté“, erinnert sich Frank Musilinski. Danach kamen die Angebote reichlich rein, organisiert von der Konzert- und Gastspieldirektion. „Wir hatten 20 bis 40 Shows im Monat“, sagt der „Hexer“. Wir – das sind Iris und Frank Musilinski. Seit über drei Jahrezehnten ist auch Ehefrau Iris mit dabei, die Assistentin der „Hexers“.

Nach der Wende ging es für beide nahtlos in die Selbstständigkeit. Dann waren die Möglichkeiten größer. Gekrönt wurde die Karriere bereits im Jahr 2000. Damals errang der „Hexer“ in Portugal den Weltmeistertitel in der Großillusion. Auch die Möglichkeit, einige seiner großen Idole zu treffen, zum Beispiel Siegfried & Roy. „Das war 1992 nach einem Auftritt in Las Vegas“, erinnert sich Frank Musilinski. „Wir hatten als Berufskollegen beim Management von Siegfried & Roy um ein Treffen gebeten. Die haben damals zwei Shows am Tag gegeben, beim Treffen waren Siegfried & Roy sehr entspannt und aufmerksam.“ Und 2009 war dann auch Gelegenheit für den „Hexer“, den großen David Copperfield mal persönlich zu treffen.

Es folgte eine eigene Karriere mit vielen Höhepunkten. Zum Beispiel zauberte der „Hexer“ 1997 bei einem Puhdys-Konzert in Rostock den Bassisten der Band von der Bühne. Harry Jeske verabschiedete sich auf dieser Weise von seiner Band. 2001 absolvierte der „Hexer“ einen Auftritt im Rostocker Zoo, 2004/05 gab es ein „Hexer“-Gastspiel in Berlin. Heute – Frank Musilinski ist inzwischen 54 – steht er mitten in einer erfolgreichen Karriere. Aber: „Vor einiger Zeit hat mir mein Arzt nahe gelegt, ein bisschen kürzerzutreten.“

Nun hat der „Hexer“ ein neues Programm entwickelt, das körperlich nicht mehr ganz so anstrengend ist, aber nicht weniger magisch. „Es setzt zudem viel auf Interaktion mit dem Publikum. Und auch auf Humor“, fügt Frank Musilinski hinzu. Zwei Jahre hat er an der Entwicklung dieses Programms gearbeitet, die „Zauber-Gala“ wird am 9. Dezember im Großen Haus des Volkstheaters Rostock Premiere haben.

Dieses Programm enthält auch einige Referenzen an die großen Vorbilder und Lehrmeister. Parallel dazu läuft das andere „Hexer“-Programm weiter, für den „Magic-Music-Mix“, hat sich Frank Musilinski mit den Musikern Larry Harms und Andy Holz zusammengetan. Die Zauberei geht weiter.

Thorsten Czarkowski

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