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Kultur Madsen: Mit Rostock verbunden
Nachrichten Kultur Madsen: Mit Rostock verbunden
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20:22 03.09.2019
Die Indierockband Madsen kommt aus dem Emsland. Quelle: Dennis Dirksen
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Rostock

Ihr seid nicht zum ersten Mal in Rostock – oder?

Nein, wir waren schon acht Mal in Rostock! Und sonst immer an unserem Lieblingsort, dem Mau-Club. Der liegt so idyllisch am Wasser. Weil die Bühne so klein war, haben wir lieber was von unserem Equipment weggelassen, nur um dort zu spielen.

Und nun kommt ihr in den Iga-Park. Seid ihr gerade auf Open-Air-Tour unterwegs?

Das wechselt gerade, wir spielen mal draußen, mal drinnen.

Erinnert ihr euch noch an euren ersten Besuch in Rostock?

Ja, das war 2001, das war aber noch die Vorgängerband von Madsen, da hießen wir Hoerstuatz. Und dann haben wir als Madsen am 2. Mai 2006 in Rostock gespielt, das war auf einem Konzert gegen Rechts, denn die hatten einen Tag zuvor in Rostock demonstriert.

Das klingt nach einem starken Engagement gegen Rechts, dann kennt ihr sicher auch das Festival „Jamel rockt den Förster“.

Ja, dort sind wir vor zwei Jahren aufgetreten! Das war uns wirklich ein Bedürfnis. Und es war ein Erlebnis.

Damit stellt ihr euch in eine illustre Reihe von Künstlern, unter anderem mit Herbert Grönemeyer, Campino oder zuletzt Grossstadtgeflüster.

Ja, wir schätzen diese künstlerische Unterstützung, denn was die Lohmeyers dort machen, wie sie sich gegen Rechts engagieren, das ist einfach lobenswert. Da spielt man dann auch nicht für Geld, sondern eher zum Selbstkostenpreis.

Ihr kommt vom flachen Land, aus Niedersachsen nämlich, genauer aus dem kleinen Ort Prießeck. Ist die Ruhe dort ein angenehmer Gegensatz zum turbulenten Tourleben?

Ja, wenn wir nach Hause kommen, dann ist das immer wieder eine Gelegenheit zum Runterkommen. In dem Ort wohnen nur etwa 80 Leute, da kennt man sich und man redet auch nicht viel. Allerdings gibt es da auch kein schnelles Internet.

Aber die Mentalität in Mecklenburg-Vorpommern ist schon ähnlich – oder? Nur die Landschaft ist hier etwas welliger.

Ja, die Mentalität ist ähnlich. Vielleicht fühlen wir uns deswegen so gut aufgehoben bei euch.

Und der Name Madsen wird immer bekannter! Habt ihr eigentlich davon gehört, dass Rostock jetzt einen dänischen Oberbürgermeister namens Madsen hat?

Ja, das haben wir! Im deutschen Sprachraum ist der Name Madsen eher selten, in Dänemark dagegen sehr häufig, so wie Meier oder Schulze bei uns.

Ob Madsen am Sonntag auch zu Madsen kommen wird, wissen wir aber nicht. Wie geht es denn bei euch musikalisch weiter? Gibt es schon Pläne für eine nächste CD? Wird’s in der Zukunft überhaupt noch CDs geben?

Ja, das weiß man nicht, aber es wird immer Musik geben, in welcher Form die auch immer konsumiert wird.

Also sagen wir mal nicht CD, sondern lieber Songabspielliste.

Genau. Also, da sind wir noch in einem sehr frühen Stadium, wir sammeln Ideen und so. In welche Richtung das gehen soll, wissen wir aber jetzt noch nicht.

Wollt ihr auch mal mit anderen Künstlern zusammenarbeiten?

Auf unserer letzten CD hatten wir Ferris MC als Gast dabei, mal sehen, wie es sich für die kommenden Songs ergibt.

Und jetzt also wieder ein Konzert in Rostock. Was wird es denn live zu hören geben?

Vom neuen Album „Lichtjahre“ kommen natürlich zwei, drei bis vier Songs. Dazu spielen wir eine bunte Mischung von unseren vorherigen Platten. Wir wollen, dass sich alle wohlfühlen. Dass alle zusammen einen guten Abend haben, das ist natürlich unser Ziel.

Ihr auf der Bühne auch? Für euch ist es doch eigentlich Arbeit.

Eine Mischung aus beidem. Wir haben auf der Bühne auch eine gute Zeit.

Vielen Dank für das Interview und viel Spaß in Rostock!

Madsen spielen am 8. September im Iga-Park Rostock, Einlass 16 Uhr, Konzertbeginn 18 Uhr

Von Thorsten Czarkowski

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