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Kultur Musik und Ballett im Geist des alten Wien
Nachrichten Kultur Musik und Ballett im Geist des alten Wien
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00:00 20.03.2015
Getanzte Leidenschaft: Die Jugendkompanie der Ballettakademie der Wiener Staatsoper bei den Proben.
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Göhren

„Glücklich ist, wer vergisst, was nicht zu ändern ist.“ Eine Ansicht, die Johann Strauss (1825-1899) in der Operette „Die Fledermaus“ vermittelte. Dieser Geist — eine Mischung aus Lebenslust, Eleganz und etwas Fatalismus — schwebt noch immer über der Musik, die im ausgehenden 19. Jahrhundert in Wien populär war.

Musik der Stadt Wien auf der Insel Rügen — das ist das Thema des Abends, wenn morgen, am Sonnabend, 21. März, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern nach Göhren laden. Der Abend wird durch Werke von Arnold Schönberg, Anton Webern, Fritz Kreisler, Alban Berg und Ferenc Farkas bestimmt. Im Mittelpunkt bleibt aber Johann Strauss, von ihm wird unter anderem der „Kaiserwalzer“ oder der berühmte „Radetzky-Marsch“ erklingen.

Aber es gibt nicht nur Musik — auch Ballett. Tanzen wird die Jugendkompanie der Ballettakademie der Wiener Staatsoper. Die Choreographie hat Natalia Horecna konzipiert und mit den Tänzern in Wien und auf Rügen einstudiert. Die 38-jährige Slowakin, die in Holland und Österreich lebt und arbeitet, stand in ihrer aktiven Zeit als Tänzerin unter anderem in Bratislava, Hamburg und Rotterdam auf der Bühne. Heute ist Natalia Horecna eine international gefragte Choreographin. „Ich habe mich gefreut, als ich den Ruf von den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern erhielt“, sagt sie. „Wir haben die Choreografie in Wien sorgfältig einstudiert und kommen gut vorbereitet nach Göhren.“

Intensiv hat sie mit den 16 Tänzerinnen und Tänzern der Wiener Jugendkompanie gearbeitet. „Die Tänzer sind so um die 19, 20 Jahre alt und bereiten sich auf ihre Profi-Laufbahn vor“, sagt die Choreographin über ihre Eleven. Es ist auch die erste Zusammenarbeit von Natalia Horecna mit dem Fauré Quartett. Die vier Ensemblemitglieder werden zu diesem Programm gemeinsam mit den Solisten Pirmin Grehl (Flöte), Shirley Brill (Klarinette), Sebastian Gürtler (Violine), Pauline Sachse (Viola), Harriet Krijgh (Violoncello) und Jarkko Riihimäki (Klavier und Harmonium) in Göhren aufspielen.

Der Glanz des Wienerischen soll sich also auch im Festspielfrühling auf Rügen verbreiten, Schauplatz am Sonnabend in Göhren ist die Nordperdhalle. Die Inszenierung soll bis ins Detail stimmen: „Ich habe mich auch um die Kostüme der Tänzer gekümmert“, sagt Natalia Horecna, „da wollten wir nichts Kitschiges aus der Kaiserzeit, sondern schlichte Kostüme, in denen man die Tänzer auch richtig sehen kann.“

Für den Schluss des Abends hat das Ballett etwas Besonderes vorbereitet: „Dann wollen wir uns das Publikum holen“, so der Plan von Natalia Horecna.

Richtig wienerisch soll es nach der Show weitergehen. Hinterher gibt‘s eine Abschiedsparty im Cliff Hotel — mit Wiener Gulasch und Knödeln.

Festspielfrühling Rügen — weitere Termine
20. März, 19.30 Uhr, Putbus, Marstall: Vortrag „Liebesfreud & Liebesleid“,
Musik und Literatur um die
Femme fatale Alma Mahler
21. März, 11 Uhr, Binz/Prora, Naturerbe Zentrum: Vortrag „Wien tanzt“

21. März, 15 Uhr, Baabe, Haus des Gastes: „Schusterfleck“, Klavier-Rezital
22. März, 11 Uhr, Putbus, Theater: Festspielkehraus, Kammerkonzert



Thorsten Czarkowski

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