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Musik Disclosure: Zwei singende Brüder, die nie streiten
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00:01 17.09.2015
Das Duo Disclosure verfremdet Fotos von sich.
Das Duo Disclosure verfremdet Fotos von sich. Quelle: Universal Pictures
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Die Londoner Lawrence-Brüder Guy (24) und Howard (21) verstehen sich nicht nur im Alltag prächtig, sondern harmonieren auch wunderbar im Studio — auf ihrem zweiten Album „Caracal“ setzen die beiden wieder stärker auf Soul und Pop, dafür weniger auf House.

OZelot: Warum habt ihr euer Album „Caracal“ genannt?

Howard Lawrence: Weil das ein ganz tolles Tier ist. Er ist so groß wie ein Labrador und kann aus dem Laufen drei Meter hoch springen. Bis an die Decke! So fängt er Vögel. Wir sind seit Jahren von den Karakals fasziniert.

OZelot: Welche Eigenschaften des Karakals treffen auch auf euch zu?

Howard: Keine. Wir sind weder scheu noch ist unsere äußere Erscheinung außergewöhnlich.

Guy: Ein Journalist meinte gestern, wir hätten sehr normal aussehende Gesichter.

OZelot: Nicht so das ganz große Kompliment, was?

Guy: Ja, ich habe schon Netteres gehört. Aber das ist egal. Wie du dir vorstellen kannst, machen wir die Musik nicht wegen des Berühmtseins. Wir sind keine schüchternen Laptop-Nerds.

Dass wir unsere Gesichter gern verfremdet darstellen, hat nichts mit dem Wunsch nach Anonymität zu tun, sondern dient der Markenpflege. Es ist ein Logo.

OZelot: Wie versteht ihr euch?

Howard: Spitzenmäßig, echt. Wir streiten so gut wie gar nicht. Natürlich gibt es Debatten und Diskussionen im Studio, aber da die Musik uns viel bedeutet, ist das ja ganz logisch.

OZelot: Wann habt ihr euch entschlossen, hauptberuflich Musik zu machen?

Guy: Vor drei Jahren etwa. Ich war gerade mit dem College fertig, Howard hatte ein Jahr seines Musiktechnik-Studiums hinter sich — mit einer der besten Noten des Landes. Dann haben sie ihn rausgeschmissen, weil er zu oft fehlte.

OZelot: „Caracal“ klingt insgesamt melodischer und songorientierter als „Settle“. War das eine bewusste Entscheidung?

Guy: Ja, das wollten wir so. Der House-Einfluss auf „Settle“ war stärker. Dieses Mal haben wir das Tempo rausgenommen, es gibt mehr langsame Stücke und keine instrumentalen Clubnummern. Jedes Stück ist ein vollwertiger Song.

Album: „Caracal“ ab 25.9.



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