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Musik Elbphilharmonie: Wird jetzt endlich weitergebaut?
Nachrichten Kultur Musik Elbphilharmonie: Wird jetzt endlich weitergebaut?
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07:56 28.02.2013
Die Baustelle der Elbphilharmonie vor der Skyline von Hamburg. Foto: Daniel Reinhardt
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Hamburg

harmonie Konzerte“ - nur leider nicht in der Elbphilharmonie. Seit 2009 veranstaltet Generalintendant Christoph Lieben-SeutterElbphilharmonie Konzerte“ in der Laeiszhalle, in Hamburger Kirchen oder auf der Reeperbahn. Sie sollen einen Vorgeschmack auf das künftige Programm der Elbphilharmonie geben. Doch bis das erste Konzert in dem spektakulären Gebäude der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron erklingt, fließt noch viel Wasser die Elbe hinunter: im Moment ist die Eröffnung der „Gläsernen Welle“ für 2017 geplant - ursprünglich sollten die ersten Konzerte schon 2010 erklingen.

Am Donnerstag (28. Februar) will Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) endgültig entscheiden, ob das umstrittene Konzerthaus mit oder ohne Hochtief zu Ende gebaut wird. Laut Medienberichten sieht es nach einer weiteren Zusammenarbeit aus - obwohl sich die Stadt und der Baukonzern seit Jahren um Kostenexplosionen und Zeitverzögerungen bei dem Prestigeprojekt streiten. Sollte die Elbphilharmonie ersten Schätzungen zufolge 77 Millionen Euro kosten und schon lange fertig sein, liegen die Kosten mittlerweile bei 575 Millionen Euro.

Am 15. Dezember hatte sich die Stadt dafür ausgesprochen, das Konzerthaus trotz der Probleme mit Hochtief zu Ende zu bauen. Für einen erneuten Nachschlag von 198 Millionen Euro will der Baukonzern alle Risiken übernehmen und die Elbphilharmonie mit den Architekten fertigstellen, die Stadt zieht sich nahezu komplett zurück. Auch die zuletzt strittige Akustik des Großen Konzertsaales soll nun miteinbezogen werden, solange es sich um messbare Bauleistungen handelt. Kurz vor dem Abschluss der Verträge rechnete Scholz mit einer Einigung: „Wir gehen davon aus, dass es am Ende hinhauen wird“, sagte der Bürgermeister.

Gegen die „Geheimverhandlungen“ mit Hochtief hatte die Opposition heftig protestiert. Sie forderte Transparenz und eine Offenlegung der Verträge, was die SPD jedoch ablehnte. „Wenn dieser Vertrag so geschlossen wird, begibt sich Hamburg auf Gedeih und Verderb in die Hände jener Unternehmen, die für das bisherige Bauchaos ein gehöriges Maß an Mitverantwortung tragen“, wetterte CDU-Chef Dietrich Wersich. Grünen-Chef Jens Kerstan kritisierte: „Beim Elbphilharmonie-Poker mit Hochtief hat der Bürgermeister den Konflikt zelebriert, Ultimaten gestellt und am Ende doch einfach das Scheckbuch gezückt.“ Nach der Unterzeichnung will die Bürgerschaft die Verträge daher gründlich prüfen, bevor sie ihre Zustimmung gibt.

Doch wie sähe eine Alternative aus? Nach einer Trennung von Hochtief würde die städtische Realisierungsgesellschaft (Rege) die Elbphilharmonie alleine weiterbauen. Ein Szenario, das auch der Chef der Rege, Heribert Leutner, favorisiert hatte. Nachdem sich Bürgermeister Olaf Scholz jedoch für die andere Variante entschieden hat, kündigte Leutner seinen Rücktritt zum 30. Juni an. Nach Einschätzung des Senats würde eine Fertigstellung in Eigenregie ebenfalls 200 Millionen Euro Mehrkosten bedeuten plus Risikoübernahme. Eine „Milchmädchenrechnung“, meinte der Bund der Steuerzahler. „Realistisch wären rund 250 Millionen Euro.“

Trotz des Chaos wollen sich viele die Vorfreude auf das Konzerthaus, das einmal zu den zehn besten der Welt gehören soll, nicht nehmen lassen. Schon jetzt lockt das spektakuläre Gebäude zahlreiche Touristen an. „Ich stehe zu der Entscheidung, und ich finde sie auch nach wie vor richtig“, sagte Ex-Bürgermeister Ole von Beust (CDU). Und der künftige Generalmusikdirektor der Hamburger Staatsoper, Kent Nagano, lobte die Elbphilharmonie: „Sie ist ein Zeichen, dass eine Stadt anspruchsvoll ist. Stolz. Du musst nicht die größte sein. Aber du solltest etwas von außerordentlicher Qualität repräsentieren.“

dpa

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