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Musik Ukrainische Saxofonistin beim Saisonfinale
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14:09 18.06.2019
Asya Fateyeva spielte Werke von Kapustin und Glasunow im Volkstheater Rostock. Quelle: Neda Navaee
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Rostock

Jedes Ende schafft Raum für etwas Neues. Im Juni erklangen zum letzten Mal die Nahaufnahmen Russlands der Norddeutschen Philharmonie in Rostock. Als Highlight gab es bei jedem der zehn Konzerte eine talentierte Solistin zu hören. So hörten die Besucher Konzerte für Trompete, Klavier, Cello oder beim Saisonfinale ein Konzert für das Alt-Saxofon – gespielt von der preisgekrönten Asya Fateyeva.

Vier Werke, die kaum unterschiedlicher hätten sein können, zeigten den Zuschauern, wie vielseitig das Kompositionsschaffen russischer Komponisten sein kann. Beim 10. Philharmonischen Konzert wurde je ein Werk von Tschaikowsky, Glasunow, Kapustin und Schostakowitsch gespielt, geleitet von Rasmus Baumann.

Die symphonische Fantasie nach Shakespeares „Der Sturm“ von Peter I. Tschaikowsky machte die Gewalten des Meeres hörbar. Mal seicht und atmend, mal wild und unberechenbar. So erschien das Werk lautmalerisch und farbenreich.

Big Band, Orchester und Alt-Saxofon

Durch die elegante Vermischung der Stile in der Komposition selbst war besonders das Konzert für Alt-Saxofon und Orchester op. 50 von Nikolai Kapustin eine Ohrenweide. So erklang zusätzlich zu dem Orchester eine Big Band. Durch den Schlagzeugbeat und funkige Gitarrensounds wurde eine andere Farbe in die sonst reinen Orchesterwerke gebracht, auch wenn der Charakter des Jazz mit seinem Laid-back, was eine zurückgelehnte Spielweise beschreibt, und seiner Offbeat-Betonung nicht immer ganz getroffen wurde. So ließen sich die mehr als 400 Zuschauer von den abwechselnden Swing- und Funkmomenten des Stückes einfangen und begeistern. Die begabte Asya Fateyeva spielte sich mutig durch das jazzige Werk, auch wenn sie sich bei den Werken der Kunstmusik wohler und heimischer zu fühlen schien. Asya Fateyeva produzierte mit ihrem Saxofon einen besonders warmen und weichen Klang, der gefühlvoll durch die Halle 207 tönte.

Auch das letzte Werk der Saison – die Symphonie Nr. 9 Es-Dur von Dmitri Schostakowitsch – war reich an Farben und Stimmungen. Durch leichtfüßige Piccoloflötenthemen bis hin zu bedrohlichen Klarinettenklängen war das Werk mal lebendig und positiv, dann wieder melancholisch und schwermütig.

Ein langer Abend mit vielseitigen Werken, die eine bunte Mischung versprachen und Raum für Vorfreude auf die nächste Konzertsaison machen.

Nora Reinhardt

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