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Musik Urban Cone besingen ihre Jugend
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00:00 04.04.2013
Die Stockholmer Rasmus Flyckt, Emil Gustafsson, Jacob Sjöberg, Tim Formgren und Magnus Folkö. Quelle: promo

Rasmus Flyckt, Emil Gustafsson, Jacob Sjöberg, Tim Formgren und Magnus Folkö sind fünf freundliche Jungs mit ziemlich zerzaustem Haupthaar, und sie sind seit zwei Jahren Urban Cone. Nach einigen EPs haben die Stockholmer nun ihr erstes Album fertig. Es heißt „Our Youth“ und wird seinem Titel gerecht — die 20-Jährigen befassen sich in den von Rasmus gesungenen Texten eingehend mit ihrer Jugend, den kleinen und größeren Dramen und Triumphen des Teenagerseins. Der OZelot sprach mit Bassist und Songschreiber Emil Gustafsson (20).

OZelot: Emil, ihr seid gerade fleißig am Livespielen. Gibt es Unterschiede zwischen dem schwedischen und dem deutschen Publikum?

Emil Gustafsson: Oh ja, die gibt es. Ihr Deutschen könnt viel besser zuhören. In Schweden sind die Leute immer tierisch besoffen bei unseren Shows, das fällt richtig auf.

Wir spielen unheimlich gerne in Deutschland.

OZelot: Manch andere schwedische Band, sagen wir Mando Diao, ist selbst nicht immer nüchtern bei Auftritten. Wie haltet ihr es mit dem Alkohol?

Emil: Vor und während einem Konzert ist Saufen tabu, wir wollen absolut fit und konzentriert sein. Was danach passiert, darüber schweige ich lieber (lacht).

OZelot: Im Booklet eurer CD „Our Youth“ seid ihr beim Futtern von Fastfood abgebildet. Wollt ihr damit sagen, dass eure Songs langweilig und ungesund sind?

Emil: Haha, die Fotos sind nur ein Spaß. Unsere Musik ist natürlich das genaue Gegenteil eines billigen Burgers.

OZelot: Macht ihr denn nun kommerziellen, tanzbaren Pop oder doch eher freakige Indiemusik?

Emil: Wir machen alles, das sich für uns richtig anfühlt. Wir möchten nicht gerne einsortiert werden. Wir mischen die Welten munter durch, Indie und Pop ist doch längst kein Widerspruch mehr, man denke an coole Leute wie The Knife, deren „Heartbeats“ mein Lieblingslied aller Zeiten ist, Ellie Goulding und viele mehr.

OZelot: Ihr habt Urban Cone mit 18 gegründet. Wie kam es dazu?

Emil: Wir waren alle zusammen auf einem Gymnasium mit Musik-Schwerpunkt. Irgendwann gingen wir alle fünf Kaffee trinken und beschlossen feierlich die Gründung von Urban Cone. Wir nahmen Demos auf, unterschrieben einen Plattenvertrag, es ging alles ganz schön schnell.

OZelot: Der Titelsong „Our Youth“ klingt wehmütig. Gehört ihr zu der Sorte 20-Jähriger, die bereits nostalgisch auf die Zeit mit 15 oder 16 zurückblicken und finden, dass damals alles viel cooler war?

Emil: Nein! Ich kenne auch solche Leute, von denen du sprichst, und ich finde die bescheuert. Gerade diese Jahre muss ich nicht nochmal erleben. Ich bin froh, dass ich das hinter mir habe.

OZelot: Ist das jetzt die beste Zeit eures Lebens?

Emil: Vermutlich werden wir mit 50 denken, wie geil das Leben mit 20 oder 25 doch war. Aber wenn du mitten drin steckst, siehst du das nicht so. Immerhin: Es ist geil, so viel zu reisen und so irre viel Neues zu erleben.

OZelot: Wahrscheinlich gibt es viele Mädchen, die euch niedlich finden. Oder wer kommt so zu euren Konzerten?

Emil: In Schweden, und da haben wir noch einen Unterschied zum Rest der Welt, sind unheimlich viele Mädchen im Publikum, auch teilweise noch sehr junge Mädchen. Aber in Deutschland ist das total gemischt, bei euch kommen gleich viele Mädchen wie Jungs.

Erste Songs auf der Homepage veröffentlicht
Urban Cone sind Emil Gustafsson, Rasmus Flyckt, Magnus Folkö, Tim Formgren und Jacob William Sjöberg aus Schweden. Gegründet hat sich die Band 2010. Bereits mit der Veröffentlichung ihres ersten Demos „Urban Photograph“ auf ihrer Band-Homepage haben die Jungs viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Seit etwa einem Jahr stehen sie beim Label Universal unter Vertrag und haben gerade ihr Debüt „Our Youth“ herausgebracht.

In Rostock spielen die Schweden am 5. April in Helgas Stadtpalast. Einlass: 21 Uhr, Karten (AK): 14,50 Euro

• Online:
www.helgas-stadtpalast.de

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