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Kultur Oratorische Glanzpunkte mit Bach und Dvořák
Nachrichten Kultur Oratorische Glanzpunkte mit Bach und Dvořák
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Start am Freitag auch im Rathaus: Tänzer der Balletschule Marquart stimmten die Besucher auf das 94. Bachfest ein.  Quelle: FOTO: Moritz Naumann
Rostock

Wo anfangen, wo aufhören? Das 94. Bachfest der Neuen Bachgesellschaft e. V. – erneut in Rostock – hat mit sieben Konzerten allein in den ersten 24 Stunden schon hohe Maßstäbe gesetzt und tiefgehende Ansprüche artikuliert. Und das schon mit der Eröffnung durch den Bachverein Rostock e. V. in St. Nikolai. Dort präsentierten der Rostocker Motettenchor, der Figuralchor von St. Johannis, der Allhelgona Motettkör aus Lund, die Norddeutsche Philharmonie Rostock und ein exquisites Solistenensemble (Julia Sophie Wagner, Okka von der Damerau, Jörg Dürmüller, Tobias Bendt) Bachs Kantate BWV 146 („Wir müssen durch viel Trübsal“) und Dvoráks „Stabat mater“ op. 58. Mit Letzterem markierte Dirigent Markus Johannes Langer einen ersten oratorischen Höhepunkt. Und dies mit einer Aufführung, die der emphatischen Direktheit des vielfach schwelgerisch-sehnsüchtig Klang gewordenen Mit-Leidens am Schicksal Jesu und Marias viel Raum ließ. Chorisch, vokalsolistisch und orchestral forderte er auch in den vielen moderaten Zeitmaßen eine stets pulsierende, innere Lebhaftigkeit, ein spannungsvolles, stringentes Beteiligtsein. Und so gelang zwischen tonempfindsamer Zurückhaltung und machtvoller Klanglichkeit, kontemplativem Sich-Versenken und affektgeladener Leidenschaftlichkeit eine eindrucksvoll wirkungsmächtige Aufführung: ambivalent spannungsvoll im Verhältnis von subjektiver Befindlichkeit Marias (Schmerz, Trauer) und ihrer großdimensionierten Überhöhung. An gestalterischer Überzeugungskraft fehlt hier nichts!

Am zweiten Tag war es dann Bachs h-Moll-Messe, mit der Rostocks Hochschule für Musik und Theater (HMT) im eigenen Hause ihren Festbeitrag leistete. Christfried Göckeritz hatte Instrumentalisten des Hochschulorchesters, den Kammerchor der HMT (Dagmar Gatz)), den Jugendkammerchor des Musikgymnasiums Schwerin (Bernd Spitzbarth) und sechs studentische Solisten (Friederike Kühl, Klara Brockhaus, Alina Behning, Seamchan Lee, Lino Ackermann, Junho Jung) für eine bemerkenswert sorgfältig durchgearbeitete, zwischen Bedächtigkeit und inspirierender Musizierlust chargierende Aufführung gewonnen. Orchestral klein besetzt, historisch informiert musizierend und im Vokalsolistischen wie Chorischen ganz auf Klangtransparenz und lebhafte Lockerheit setzend, war dies eine im Ganzen geradezu kammermusikalische h-Moll-Messe; entscheidend geprägt von dynamischer Vielfalt, artikulativer Prägnanz und fesselnder Phrasierung; auch dort, wo die Ensembles alle notwendige Klangpracht entfalteten. Im Katharinensaal war man von diesem „Heimspiel“ rechtens hellauf begeistert!

Ekkehard Ochs

Der Illustrator Florian Biege ist ein neues Gesicht in der Spielebranche, und er hat gleich eine ganze Bande mitgebracht: „Monster-Bande“ ist ein Spiel für Menschen ab sieben Jahren, das Biege nicht nur von vorne bis hinten gestaltet, sondern auch erfunden hat.

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