Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kultur Pablo Neruda wird wegen Mordverdachts exhumiert
Nachrichten Kultur Pablo Neruda wird wegen Mordverdachts exhumiert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:41 29.04.2014
Der Schrifsteller Pablo Neruda könnte möglicherweise ein Opfer des früheren Militärregimes Chiles sein. Foto: Archiv
Anzeige
Santiago de Chile

Die Überreste des chilenischen Poeten und Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda (1904-1973) werden am 8. April exhumiert.

Das bestätigte einem Bericht des Rundfunksenders Bío Bío zufolge der Richter Mario Carroza. An der Untersuchung wegen Mordverdachts soll ein internationales Expertenteam mitwirken. Die Ermittler gehen dabei dem Hinweis nach, Neruda könnte nicht an Prostatakrebs gestorben, sondern ermordet worden sein.

Der ehemalige Sekretär und Chauffeur des Poeten, Manuel Araya, behauptet, Neruda sei vergiftet worden. Er setzt sich seit Jahren dafür ein, dass der Tod von Neruda neu untersucht werde.

Neruda, der seinerzeit der Kommunistischen Partei angehörte, starb am 23. September 1973 im Krankenhaus Santa María in der Hauptstadt Santiago - nur wenige Tage nach dem Militärputsch, mit dem General Augusto Pinochet die Regierung des Sozialisten Salvador Allende stürzte.

Neruda war ein Unterstützer Allendes. Nach Angaben des Rechtsanwalts Eduardo Contreras, der die Untersuchung gefordert hatte, wollte es sich das Militär nicht erlauben, dass Neruda, der sich nach Mexiko absetzen wollte, den demokratischen Widerstand gegen die Diktatur anführe.

Contreras sagte der Nachrichtenagentur dpa zudem, es gebe Hinweise darauf, dass Neruda eine Substanz verabreicht worden sei, die seinen Tod herbeigeführt haben könnte. Allem Anschein nach handelte es sich dabei um das schmerzstillende und fiebersenkende Medikament Metamizol. Es wird aufgrund möglicher Nebenwirkungen heute nur noch selten verordnet.

Neruda ist in seinem langjährigen Wohnort Isla Negra an der Pazifik-Küste begraben, rund hundert Kilometer westlich von Santiago.


Bericht Bío Bío



dpa

Das Internet-Radio ByteFM hat mit einem Festakt sein neues Hauptstadt-Studio in Berlin-Mitte eröffnet. Der mehrfach prämierte Sender, der bisher nur in Hamburg ansässig ist, will auf diese Weise die Berliner Musik- und Kulturszene noch stärker in seinem Programm abbilden.

23.03.2013

Der Schauspieler Walter Plathe trat gemeinsam mit Kollegen in Schwerin in 23 Lokalen auf.

06.04.2013

Massive Buh-Rufe für den Regisseur Achim Freyer und frenetischer Applaus für das Orchester unter Dirigent Dan Ettinger. Die Premiere des vierten Teils „Götterdämmerung“ des Ring-Zyklus von Richard Wagner löste nach 330 Minuten am Mannheimer Nationaltheater große Emotionen aus.

23.03.2013