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Die Leipziger Pop-Combo Die Prinzen, von links: Jens Sembdner, Tobias Künzel, Sebastian Krumbiegel, Henri Schmidt und Wolfgang Lenk. Quelle: OVE ARSCHOLL
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Schwerin

Die Prinzen mit orchestraler Untermalung: Am Samstagabend war die Schweriner Freilichtbühne Schauplatz für dieses Unternehmen. Für das neue Programm bekamen die Prinzen auf der Bühne Unterstützung vom Orchester der musikalischen Komödie zu Leipzig unter der Leitung von Stefan Klingele. Ihre Lieder hatten die Prinzen diesem musikalischen Format angepasst, die dazu nötigen Orchesterarrangements hatte Prinzen-Mitglied Wolfgang Lenk geschrieben. Die Prinzen, die inzwischen seit dreißig Jahren erfolgreich sind, spielten an diesem Abend ein Hitprogramm mit ein paar eingebauten Überraschungen. Mit „Gabi und Klaus“ servierten sie gleich einen ihrer frühen und größten Hits, später auch „Küssen verboten“, „Millionär“ und natürlich „Du must ein Schwein sein“. Auch „Blaue Augen“ (ursprünglich von der NDW-Band Ideal) durfte nicht fehlen. Und dazu der Titel „Deutschland“, mit dem die Prinzen im Jahr 2001 für etwas Aufsehen gesorgt hatten.

Mit Spaß und Selbstironie bei der Sache

Ihre große Zeit hatten die Prinzen zweifellos in den Neunzigern, mit humorvollen, ironischen und auch mal albernen Texten. Weil Humor im Deutschpop selten ist, besetzten sie eine Marktlücke und verkauften im Verlauf ihrer Karriere rund sechs Millionen Tonträger. Dass diese Songs heute bei den inzwischen gestandenen Herren (die Prinzen sind jetzt alle Anfang Fünfzig) immer noch funktionieren, liegt an der Selbstironie der Bandmitglieder und an der Übereinstimmung mit dem Publikum. Man versteht sich einfach. Auch das Konzert in Schwerin, das zweite der aktuellen Prinzen-Tour, war so etwas ein Familienfest, wie sich an diesem Abend zeigte. „Wenn wir ins Publikum schauen, dann sehen wir alle Generationen“ meinte Sebastian Krumbiegel.

Impressionen vom Konzert

Die Leipziger Pop-Combo ist gemeinsam mit anderen Stars am Sonnabend vor rund 1700 Besuchern auf der Freilichtbühne in Schwerin aufgetreten.

Fool’s Garden und Christina Stürmer als musikalische Gäste

Die klangliche Aufwertung durch das Orchester brachte einen neuen Sound und veränderte Abläufe in vielen Songs, aber er gab noch ein paar Überraschungen mehr. Zunächst begrüßten die Prinzen zwei Mitglieder von Fool’s Garden auf der Bühne: Sänger Peter Freudenthaler und Gitarrist Volker Hinkel. Gemeinsam spielten sie ihren Superhit „Lemon Tree“, der vom Publikum vielstimmig mitgesungen wurde, dann bildeten die beiden Gäste auch eine Verstärkung beim Prinzen-Song „Mein Fahrrad“. Mit dem Lied „Bombe“, das immer noch aktuell ist, ging es dann in die Pause.

Reminiszenz an die klassische Gesangskarriere der Prinzen

Die Prinzen verfügen über zwei Frontleute: Sebastian Krumbiegel und Tobias Künzel. Sie sind nicht nur die beiden Hauptstimmen der Band, sie übernehmen auch die Kommunikation mit dem Publikum, während sich Jens Sembdner, Henri Schmidt und Wolfgang Lenk eher im Hintergrund halten. Lenk spielt dazu auch Gitarre, die weitere musikalische Unterstützung kommt von Alexander Zieme (Schlagzeug) und Mathias Dietrich (Bass). Mit Nonsens-Titeln wie „Suleimann“ und „Vergammelte Speisen“ ging’s weiter im Programm, kann trat noch ein musikalischer Gast auf die Bühne. Das war die Sopranistin Lilli Wünscher, mit der die Prinzen den Titel „Kannst du mich hören“ intonierten, das war auch eine Reminiszenz an die klassische Gesangskarriere der Prinzen. Und ein weiterer Gast kam auf die Bühne, dann wurde es wieder etwas lauter. Es war nämlich Christina Stürmer, die zunächst ihren Titel „Millionen Lichter“ servierte und danach Teil der Band wurde, nämlich bei dem Prinzen-Hit „Alles nur geklaut“. So neigte sich das Konzert allmählich dem Ende zu, ganz passend dann auch mit dem Titel „Mann im Mond“.

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