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Kultur Rostocker HMT beliebt bei Studierenden aus Japan und China
Nachrichten Kultur Rostocker HMT beliebt bei Studierenden aus Japan und China
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17:47 11.07.2019
Bei der Probe in der HMT mit der Norddeutschen Philharmonie Rostock: Pianistin Hanni Liang Quelle: Dietmar Lilienthal
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Rostock

„Die Deutsche Musikkultur ist ein großer Schatz, auf den die ganze Welt schaut. Und wir hier in Rostock sind Teil davon“, sagt Angelika Thönes, Sprecherin der Hochschule für Musik und Theater (HMT). Denn: die Hochschule erfreut sich im Ausland zunehmender Beliebtheit. Mehr als 40 Nationen sind unter den insgesamt 550 Studierenden vertreten. Die musikalische Ausbildung sei vor allem in Asien äußerst gefragt.

Deutsche Musikhochschulen begehrt in Japan und China

„Gerade in Ländern wie Japan und China sind deutsche Musikhochschulen und damit auch die HMT begehrte Studienorte, weil dort die klassische deutsche Musikkultur sehr geschätzt wird“, so Thönes. Das kann auch Pianistin Hanni Liang bestätigen, die seit 2016 an der HMT Musik studiert und zurzeit in Rostock ihren Master macht. In Asien, sagt sie, habe klassische Musik einen ähnlichen Stellenwert wie Popmusik. „Und Deutschland gilt als Hochburg für klassische Musik. Besonders, was die Lehrer für die drei Solo-Instrumente Geige, Cello und Klavier angeht. Daher entscheiden sich viele bewusst dafür, sich in Deutschland ausbilden zu lassen.“

Das kann auch Rektorin Susanne Winnacker bestätigen: „Das liegt zum einen daran, dass deutsche Komponisten sehr beliebt sind. Sie lassen sich musikalisch besser verkörpern, wenn man ihr Land und ihre Sprache kennenlernt. Trotzdem würden viele Studenten nicht nach Rostock kommen, wenn wir nicht auch interessante Professoren hätten“, betont Winnacker und zählt Namen wie Matthias Kirschnereit, Volker und Hans-Peter Stenzl, Stephan Imorde, Gregor Witt und Jamie Williams auf. „Die haben wir alle hierhergelockt, weil sie internationale Reputationen haben und fantastische Lehrer sind“, sagt die Rektorin. Mehr als 30 Prozent der Studierenden an der HMT kämen aus dem Ausland. Betrachte man nur die Studierenden der Musik, liege die Zahl noch weitaus höher.

„Ich finde das Klavier faszinierend“

Auch Hanni Liang ist wegen Matthias Kirschnereit an die HMT gekommen: „Er ist ein toller Mensch und ein inspirierender Musiker“, sagt die 25-Jährige und lacht. „Außerdem ist die HMT die schönste Musikhochschule der Welt.“ Mit acht Jahren begann die gebürtige Bielefelderin mit chinesischen Wurzeln – ihre Eltern kommen aus Sichuan – Klavier zu spielen. „Ich habe früher mal einen Pianisten im Fernsehen spielen sehen und dachte, das will ich auch machen“, sagt Liang. Nach mehreren Jahren Hochbegabten-Klavierunterricht bei Marina Kheifets an der Musikschule Subito in Düsseldorf wechselte sie 2006 als Jungstudentin an die Robert-Schumann-Hochschule in die Klavierklasse von Barbara Szczepanska. An der Hochschule machte sie auch ihren Bachelorabschluss im Fach Klavier und später einen zusätzlichen Abschluss in Medienmanagement an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover.

„Ich finde das Klavier faszinierend. Es ist ein Instrument voller Kraft und Energie, das vollen Körpereinsatz fordert“, schwärmt Liang. Und dazu auch reichlich Engagement: Mindestens vier Stunden täglich übt die 25-Jährige, die inzwischen selbst große Konzertsäle füllt, diverse Preise erhielt und Konzerte in zahlreichen Ländern gab. 2018 gab sie, unterstützt von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, ihr Debüt in der Elbphilharmonie.

„Künstler qualifizieren, damit sie sich in der Welt behaupten“

Ihren Erfolg schreibt sie neben ihrem Talent auch der Ausbildung an der HMT zu. An der Hochschule schätze sie aber noch etwas anderes: „Hier lernt man Dinge, die über die musische Ausbildung hinausgehen. Zum Beispiel, wie man ein Konzert auf die Beine stellt und finanziert“, sagt Liang. Auch das habe sich im Laufe der Zeit an der Hochschule verändert. „Wir wollen die jungen Künstler qualifizieren, damit sie sich in der Welt behaupten können“, sagt Thönes. Dazu gehöre auch, dass junge Künstler neue Wege einschlagen. So wie Hanni Liang. Sie ist nicht nur erfolgreiche Pianistin, sondern hat auch eine eigene Stiftung gegründet und neue Konzertformate entworfen, mit denen sie musikalische Gesellschaftskritik übt – unter anderem an der Massentierhaltung. „Mir geht es darum“, sagt sie, „über das Künstlerische hinaus Impulse für die Gesellschaft zu geben.“

Stefanie Büssing

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