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Kultur Schauspieler Hinnerk Schönemann will Menschen für Klimaschutz sensibilisieren
Nachrichten Kultur Schauspieler Hinnerk Schönemann will Menschen für Klimaschutz sensibilisieren
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14:43 07.08.2019
Schauspieler Hinnerk Schönemann (hier beim Dreh für den Krimi „Nord bei Nordwest – Ein Killer und ein halber“) ist das prominente Gesicht des fünften landesweiten Klimaschutzwettbewerbs des Energieministeriums MV. Quelle: NDR/Christine Schroeder
Rostock/Plau am See

Fernsehzuschauern ist Hinnerk Schönemann unter anderem durch die ZDF-Fernsehreihe „Marie Brand“ an der Seite von Mariele Millowitsch und die ARD-Krimireihe „Nord bei Nordwest“ bekannt. Seit 2008 lebt er als Hobbybauer wieder in der mecklenburgischen Heimat in der Nähe von Plau am See. Als prominenter Schirmherr des KlimaschutzwettbewerbsKlimasichten“ möchte Schönemann die Menschen für den Klimaschutz sensibilisieren. Für den 44-Jährigen auch privat ein wichtiges Thema, wie er der OSTSEE-ZEITUNG verriet.

Wir zeigen den Schauspieler beruflich und privat in MV

Zum fünften Mal lobt das Energieministerium in diesem Jahr unter dem Titel „Klimasichten – Mit Weitblick in die Zukunft“ den kreativen Klimaschutzwettbewerb für Mecklenburg-Vorpommern aus. Warum haben Sie die Schirmherrschaft übernommen?

Hinnerk Schönemann: Ich habe sofort zugesagt, weil ich finde, wenn man mit seinem Namen Aufmerksamkeit für ein solches Projekt erzeugen kann, sollte man das tun. Das Thema spielt auch in meinem Leben eine wichtige Rolle. Ich versuche selbst, einigermaßen energiesparend zu leben und auf meinem Hof Obst und Gemüse anzupflanzen.

Sie sind Familienvater von zwei Söhnen. Macht man sich gerade mit Kindern mehr Gedanken über die Zukunft und versucht, gemeinsam Strategien für mehr Nachhaltigkeit zu entwickeln?

Völlig richtig. Das findet in allen Lebensbereichen statt, ob man nun Sparglühbirnen verwendet, darauf achtet, das Licht auszumachen oder das heiße Wasser nicht unnötig laufen zu lassen. Dazu gehört auch, dass ich meinen Kindern beibringe, saisonale Früchte und Biofleisch zu essen. Irgendwann werden wir auch auf Solarenergie umrüsten. Ich finde es einfach wichtig, dass Kinder erfahren, was es bedeutet, Energie zu sparen.

Apropos Kinder und Jugendliche: Bei den „Fridays-for-Future“-Demos gehen vor allem Jugendliche für mehr Klimaschutz auf die Straße. Hat endlich das nötige Umdenken in der Bevölkerung stattgefunden?

Auf jeden Fall. Meine Jungs sind mit drei und sechs Jahren noch zu jung dafür. Aber vielleicht sind sie auch irgendwann dabei. Es ist ein Wahnsinnserfolg, den die jungen Leute haben, obwohl sie von vielen zunächst belächelt wurden. Sie kämpfen für die richtige Sache. Das ist wirklich eindrucksvoll. Und die ältere Generation inklusive Politiker merkt, dass sie auf den Zug aufspringen muss, weil er sich einfach nicht mehr stoppen lässt. Wir müssen alle umdenken und durch die Demos wurde schon sehr viel bewegt.

Laut Experten ist es in Sachen Klimaschutz fünf vor zwölf. Wir können bereits an vielen Orten in der Welt den Klimawandel beobachten – Zunahme von Dürren und Überschwemmungen, die steigende Zahl extremer Wetterereignisse, das Abschmelzen der Gletscher und die steigenden Meeresspiegel.

Ja, als Heubauer spüre ich auch, dass das Wetter unbeständiger geworden ist. Ich merke es an der Ernte und an sehr langen Regen- beziehungsweise Hitzeperioden. Das war in den letzten zwei Jahren mit der enormen Wasserknappheit schwierig.

Der Wettbewerb setzt nicht im Großen – bei der Politik – an, sondern im Kleinen – bei jedem Einzelnen. Was ist die Intention?

Es geht darum, die Menschen für bestimmte Fragen zu sensibilisieren: Wie verändert sich das Klima und was bedeutet das für uns? Wie wird die Welt, in der wir leben, künftig aussehen? Wie können erneuerbare Energien, nachhaltiger Konsum oder schadstoffarme Mobilität dazu beitragen, natürliche Landschaften und Arten zu erhalten? Dazu sollen die Teilnehmer kreativ werden und Beiträge in vier Kategorien einreichen: Malerei, Foto, Plakat und Kurzfilm. Ich bin sehr gespannt auf die Lösungs- und Denkansätze der jungen Leute. Man ist ja selbst oft festgefahren und sagt sich von vornherein, das geht so nicht. Die junge Generation ist da viel unvoreingenommener und sieht vieles anders. Ich bin mir sicher, dass es bei dem Wettbewerb spannende neue Ansätze geben wird.

Wonach werden die Gewinner ausgewählt?

Dabei geht es vor allem um die künstlerischen Aspekte und die Originalität der Beiträge und natürlich den Bezug zum Klimaschutz und zum Klimawandel.

Was das Große betrifft – was fordern Sie von der internationalen Politik?

Wichtig ist vor allem, dass ein Umdenken stattfindet. Auch die Politik muss realisieren, dass es kurz vor knapp ist. Der Klimawandel hat eingesetzt und muss gestoppt werden. Das fängt bei den großen Industrien und beim CO2-Ausstoß an und reicht bis zu jedem Einzelnen.

Der Klimaschutzwettbewerb ist ein Landeswettbewerb für Mecklenburg-Vorpommern. Sie sind gebürtiger Rostocker, haben die ersten vier Lebensjahre hier verbracht und sind dann mit der Mutter nach Berlin gezogen. Seit 2008 leben Sie wieder auf einem Bauernhof bei Plau am See. Würden Sie MV als Ihre Heimat bezeichnen?

Ja, ganz klar! Meine Heimat ist Mecklenburg. Das habe ich schon immer gesagt, und das wird wahrscheinlich auch immer so bleiben. Hier atme ich am freiesten. Hier wohne ich, hier lebe ich. Hier will ich nicht mehr weg.

Gibt es ein aktuelles Filmprojekt?

Ja, ich werde als Nächstes zwei Filme für die Krimi-Reihe „Nord bei Nordwest drehen“. Es gibt zwei neue Fälle, die ich hoffentlich auch lösen und den Verbrecher zur Strecke bringen werde.

Zum Wettbewerb

Der KlimaschutzwettbewerbKlimasichten – Mit Weitblick in die Zukunft“ wird in diesem Jahr zum fünften Mal vom Energieministerium MV ausgelobt. Bewerben können sich bis zum 31. August Einzelpersonen und Gruppen aus MV. Eingereicht werden können Beiträge in den Kategorien Malerei/Grafik, Foto, Plakat/Collage und Kurzfilm. Die besten Beiträge werden mit insgesamt 15 000 Euro prämiert und am 27. September im Rahmen der Klimawoche in Rostock ausgestellt. Weitere Infos: www.klimasichten.de

Schirmherr Hinnerk Schönemann wurde 1974 in Rostock geboren und ist in Berlin aufgewachsen. 1988 reiste er mit den Eltern aus der DDR aus und ging in Hamburg, später in England zur Schule. Nach dem Schauspiel­studium an der Universität der Künste in Berlin folgte ein Engagement am Thalia-Theater Hamburg. Seit 1998 ist Schönemann in Kino und Fernsehen zu sehen, unter anderem in der ARD-Krimi-Reihe „Nord bei Nordwest“. Er hat zwei Söhne und lebt seit 2008 auf einem Bauernhof in der Nähe von Plau am See.

Von Stefanie Büssing

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