Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kultur Schlecht sitzendes Sakko kann schlechten Eindruck erwecken
Nachrichten Kultur Schlecht sitzendes Sakko kann schlechten Eindruck erwecken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
04:29 11.01.2018
Sitzt das Sakko nicht richtig, wird man von seinem Gegenüber als unstimmig wahrgenommen.
Sitzt das Sakko nicht richtig, wird man von seinem Gegenüber als unstimmig wahrgenommen. Quelle: Andrea Warnecke/dpa-Tmn
Anzeige
Berlin
Lisa Zimmermann

Wie kann ein Kleidungsstück über die Wertschätzung eines Menschen entscheiden?

Der Mensch nimmt im Bruchteil einer Sekunde wahr, registriert und verarbeitet, ob ein Kleidungsstück gut oder schlecht sitzt. „Oft eher unmerklich und unbewusst - ohne dass diese Gedanken als bewusste Gedanken in unserem Großhirn landen und abgespeichert werden“, erklärt Stilexpertin Zimmermann. „Der Eindruck wirkt dennoch, oft als subtiles Gefühl dem Betreffenden gegenüber.“ Dieser Mensch werde dann „irgendwie als unstimmig und unsympathisch wahrgenommen und eingeordnet, ohne dass dieser Eindruck logisch rational erklärt werden kann.“

Was kann ein schlecht sitzendes Sakko dem Gegenüber denn sagen?

„Ein suboptimal sitzendes Sakko wirkt immer unstimmig und schafft einen wertmindernden Eindruck bei dem Gegenüber und in der gesamten Außenwirkung“, sagt Zimmermann. Es vermittelt also die innere Haltung des Sakkoträgers. Als würde das Kleidungsstück sagen: „Wie ich aussehe, ist mir egal“ - eine Haltung von Wert- und Respektlosigkeit sowohl für sich selbst als auch für das Gegenüber und die Außenwelt, erklärt der Berufscoach. Aber es könne auch so rüberkommen, als wolle der Mann sein Aussehen durch ein zu großes oder zu kleines Sakko verbessern.

Welche konkrete Wahrnehmung vermittelt ein zu großes Sakko?

„Mit einem Sakko, das zu groß ist, ich will mich voluminöser machen - also größer und kräftiger - als ich bin“, sagt Zimmermann. Oder man wolle Rundungen überspielen und Übergewicht verstecken. „Dieser Mensch hat ein Problem mit sich selbst und seiner Realität, was automatisch auf seine Professionalität übertragen wird.“

Und ein zu kleines Jackett?

„Bei einem zu figurbetonten Sakko, das spannt, entsteht der Eindruck, der Mensch hat ein Problem mit seiner eigenen Realität“, erklärt Zimmermann. Er wolle anders sein, als er ist - vielleicht jünger und wieder dünner. „Hier entsteht der Eindruck von Unehrlichkeit beziehungsweise einem Feststecken in einer überholten und längst vergangenen Realität, was sich ebenfalls sehr ungünstig auf den professionellen Eindruck auswirkt.“

Auf welche Punkte achtet der Mann am besten beim Sakkokauf?

„Ein Jackett sitzt dann gut und macht einen gut gestylten Eindruck, wenn die Schulterpartie absolut passend sitzt, wenn das Armloch und der Ärmelansatz passend ist“, zählt Zimmermann auf. Es sollte figurbetont sitzen, aber dabei nicht spannen oder zu viel Spielraum um Brust und Taille haben. Außerdem sollte der Po bedeckt sein und der Rückenschlitz locker fallen und ebenfalls nicht spannen.

dpa/tmn

Mehr zum Thema

Der Plan für den Rosenmontagsumzug steht, aber eine Idee für ein Kostüm fehlt noch? Die Klassiker wie Indianer, Cowboy, Clown oder Pilot gehen natürlich immer. Manche Jecken suchen nach neuen Ideen. Welche Karnevalskostüme sind in diesem Jahr im Trend?

08.01.2018

Versicherungskaufleuten geht die Arbeit nicht aus. Denn ihr Job basiert auf den Pleiten, dem Pech und den Pannen anderer Menschen. Damit sind sie oft einer der ersten Ansprechpartner in Notfällen und Krisen - und brauchen entsprechende Umgangsformen.

08.01.2018

Füttern, spielen und wickeln statt Konferenzen, E-Mails und Akkordarbeit: Der Wechsel in die Elternzeit ist für Mütter und Väter eine große Umstellung - und die Rückkehr kann genau so schwierig sein.

08.01.2018