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Kultur Sophie Hunger - schwermütig und mitreißend
Nachrichten Kultur Sophie Hunger - schwermütig und mitreißend
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Sophie Hunger spielte ihr letztes Tourkonzert im Rostocker Mau-Club. Quelle: Danny Gohlke
Rostock

Bevor Sophie Hunger die Bühne betritt, eröffnet Frank Powers das Konzert. Allein mit seinen Gitarren und seiner Trompete spielt sich Frank in die Herzen der Zuschauer – so natürlich, so positiv. Auf der Bühne wirkt er, als gehört er genau dorthin. Keine Vorband, die ertragen werden muss, um endlich den Hauptact zu hören.

Sonne im Herzen und Musik im Blut

Powers begeistert mit seiner gefühlvollen Stimme, die er vielseitig einsetzt. Mit seinem beeindruckend großen Stimmumfang, den er mühelos nutzt, spielt er sich durch die verschiedensten Themen. Er singt von Flohzirkussen, von Bewegungsfreiheit, Hochwasser und der Liebe. Seine bewegenden Lieder auf englisch und deutsch beweisen: Frank Powers hat Sonne im Herzen und Musik im Blut.

Bei tosendem Applaus kommt Hunger auf die Bühne. „Molecules“ heißt Sophie Hungers neustes Album, in dem sich die Schweizer Sängerin, Instrumentalistin und Komponistin am Minimalismus geübt hat, indem sie mit nur vier Elementen arbeitete. Zu hören sind Synthesizer, Drum – Computer, akustische Gitarre und ihre einzigartige Stimme.

Sie selbst bezeichnet den Stil des neuen Albums als „minimalistischen elektronischen Folk“. Die Songs klingen perkussiv, sphärisch und düster. Wer das Album kennt, erwartet ein Konzert mit viel Rhythmus, kreativen Kompositionen und einer besonderen Stimme.

Eine große Portion Melancholie

Das Album verspricht aber auch eine große Portion Melancholie, denn obwohl viele Songs rhythmisch tanzbar sind, ist die Stimmung so düster, so schwer, dass viele Zuschauer ganz bewegungslos sind und nachdenklich zu der Sängerin aufblicken. Gute Laune macht die Künstlerin mit ihrem neuen Album nicht, dafür bietet sie einen modernen, einprägsamen Soundtrack für Winterdepressionen.

Nachvollziehbar wird der Sound des neuen Albums mit dem Wissen dass Hunger ihr Album allein in einem beengten Londoner Studio mit niedriger Decke aufgenommen hat – ganz zurückgezogen, nur sie und ihre Musik. Sie selbst beschreibt diese Zeit auch als eine verlorene und das hört man.

Neben ihren Songs aus „Molecules“ spielt Hunger ein paar alte in neuen Gewändern und beweist damit wieder Kreativität und Wandelbarkeit. Aber auch ganz neue Songs sind zu hören wie „Halluzinationen“, in dem sie davon singt, dass sie ihre Halluzinationen liebt und zugleich hasst und doch nicht ohne sie leben kann.

Sophie Hunger mit ihrer Gitarre im Rostocker Mau-Club. Quelle: Danny Gohlke

Doch Sophie Hunger stand nicht allein auf der Bühne. Ihr „Ein-Frau-Studio-Album“ wurde live mit weiteren vier Musiker/innen realisiert. So wurden Bass, Schlagzeug und Synthesizer gespielt und neben Frank Powers, der nicht nur den Abend eingeleitet hat, sondern auch bei Hunger mitsingt, sangen alle Bandmitglieder. Besonders die A-cappella Momente des Abends berührten, waren einzigartig und klangen wunderschön. Durch den Kontrast zu dem sonst so geballten, perkussiven Klang brachten die fünf Stimmen endlich Ordnung und Ruhe in die emotional aufwühlenden Kompositionen von Sophie Hunger.

Mit unvorhersehbaren harmonischen Wendungen werden neue Formteile der Songs eingeleitet, wodurch ein Bild des ewigen Wandels ensteht.

Sophie Hunger passt in keine Schublade. Mit ihrer Natürlichkeit und ihrem ganz individuellen Sound zieht sie viele der fast 500 Zuschauer in den Bann und lässt einige aber auch mit verwirrten Gesichtern zurück.

Nora Reinhardt

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