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Kultur Stiftung will Kurmuschel sanieren
Nachrichten Kultur Stiftung will Kurmuschel sanieren
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06:42 14.04.2015
Noch wächst Unkraut zwischen den Betonplatten - der Kurplatz mit der vom Rügener Schalen-Baumeister Ulrich Müther errichteten Kurmuschel in Sassnitz.
Noch wächst Unkraut zwischen den Betonplatten - der Kurplatz mit der vom Rügener Schalen-Baumeister Ulrich Müther errichteten Kurmuschel in Sassnitz. Quelle: Chris-Marco Herold
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Sassnitz

Die Wüstenrot Stiftung will die Sanierung der Kurmuschel in Sassnitz übernehmen. Ein entsprechendes Angebot hat die Stiftung der Stadt unterbreitet. Außerdem beabsichtigt sie mit dem Rettungsturm für die Wasserwacht am Strand in Binz ein weiteres Gebäude auf Vordermann zu bringen, dass der Rügener Schalen-Baumeister Ulrich Müther (1934 - 2007) auf der Insel errichtet hat. Mit seinen futuristischen Konstruktionen aus Schalenbeton hat Müther Wahrzeichen geschaffen, neben der Kurmuschel in Sassnitz und dem Rettungsturm in Binz gehören unter anderem das Inselparadies in Baabe und die Ostseeperle in Glowe dazu. Seine Bauwerke seien herausragend für die Architektur der Nachkriegszeit, sagt Philip Kurz, Geschäftsführer der Wüstenrot Stiftung. Die engagiert sich seit etwa vier Jahren für den Erhalt von Bauten aus dieser Epoche und hat dafür ein stiftungseigenes Denkmalprogramm aufgelegt. Das finanziert sie mit der Gewinnausschüttung von Aktien. Die Stiftung hält 60 Prozent der Aktien der Wüstenrot-Holding, zu der die gleichnamige Bausparkasse und die Württembergische Versicherung gehört. Für die Vorhaben auf der Insel sollen laut Kurz Vereinbarungen mit den Kommunen geschlossen werden, die Vertragsentwürfe dafür seien verschickt. Die Stadt Sassnitz hat bereits im vergangenen Herbst beantragt, das Müther-Ensemble der Kurmuschel in die Denkmalliste des Landkreises Vorpommern-Rügen aufzunehmen. Jetzt hat die Behörde das Bauwerk unter Schutz gestellt.



Udo Burwitz