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Kultur Tanzen, bis der Arzt kommt
Nachrichten Kultur Tanzen, bis der Arzt kommt
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00:00 23.03.2015
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Göhren

Seit dem Wochenende ist die Erfolgsbilanz der Festspiele MV um eine Position reicher. Der wieder vom Fauré-Quartett künstlerisch geleitete vierte Festspielfrühling Rügen, Sonnabend mit einer Strauss-Gala in Göhrens Nordperdhalle zu Ende gegangen, vermeldet mit mehr als 4500 Besuchern einen neuen Höchststand, ausverkaufte 20 Events an 14 Spielstätten sowie 22 Künstler und Ensembles, deren 70 Künstler für Furore sorgten. Ein strahlender Intendant Markus Fein sprach von unglaublichen, bewegenden Tagen, von „Festivalfieber“ und einem „fantastischen Wir-Gefühl“.

Wolke sieben für einen Veranstalter, der innovative Programmangebote und bewährte organisatorische Perfektion zu Kunsterlebnissen großen Stils vereinte. Der Verweis auf die 70 Prozent Besucher aus MV — allein von der Insel waren es 25 Prozent — darf als Bonus für kluge, Erfolg garantierende Zielorientierung gelten. Nun das Finale, eine Wiener Strauss-Gala in der „Staatsoper Göhren“ (Dr. Fein)!

Aber auch hier kein platter Populismus. Stattdessen der Einfall, jede Menge Johann Strauss (Sohn) mit von Meistern wie Schönberg, Berg und Webern arrangierten Wiener Ohrwurm-Walzern anzubieten, die Genannten auch original zu berücksichtigen, einiges vom unsterblichen Kreisler hinzuzufügen und das Ganze mit weiteren, neueren Walzer-Arrangements abzurunden. Alles in sehr anheimelnd wienerisch klingender Kammerbesetzung mit sechs Streichern, Klavier, Harmonium, Flöte und Klarinette (Fauré Quartett und Freunde) sowie — der Clou — getanzt!

Ein Ballettabend speziell auf die Festspiele zugeschnitten und mit der Jugendkompanie der Ballettakademie an Wiens Staatsoper realisiert. Wow! Da gab es klassisches Ballett und Ausdruckstanz, Gruppen- und Einzelpräsenzen in fliegendem Wechsel, die intensive, ausdrucksstarke individuelle Bewegungsstudie wie das flotte „Geschichtenerzählen“ aller. Das Ganze war abwechslungs- und temporeich, von prägnanter Körpersprache — und von technisch versiert wirkendem, jugendlich frischem Gesamthabitus. Da machte es Freude zuzuhören und zuzusehen. Mitmachen kam auch noch — als das Ballett von der Bühne hüpfte und sich das Publikum griff; „Alles Walzer“ — und das im eiskalten, stürmischen Norden! Wir sind wohl doch die Besten!



Ekkehard Ochs

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