Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kultur Theaterreform: Politik beißt in den sauren Apfel
Nachrichten Kultur Theaterreform: Politik beißt in den sauren Apfel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:40 09.10.2015
Verweigert die Politik die Zustimmung zur Zielvereinbarung mit dem Land, droht Schwerin mit Mittelkürzung. Das hätte eine Insolvenz des Theaters Vorpommern zur Folge. Quelle: Peter Binder
Anzeige
Greifswald

Der Finanz- und der Kulturausschuss der Greifswalder Bürgerschaft empfehlen dem Stadtparlament nach einer gemeinsamen Sondersitzung, der Zielvereinbarung mit dem Land zuzustimmen. Das Papier beinhaltet die Fusion des Theaters Vorpommern mit der Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neutrelitz.

Rainer Steffens (CDU) wirbt dafür, sich dem Willen des Landes zu beugen: „Tun wir es nicht, haben wir kein Theater mehr. Wir müssen die Insolvenz verhindern“, sagt er. Auch die Verwaltung sieht das so. Aktueller Hintergrund des Gehorsams ist die Ankündigung Schwerins, die Zahlung der fälligen Landesmittel im Oktober „vom Abstimmungsergebnis abhängig zu machen“, sagt Ratshausmitarbeiterin Claudia Brüß.

Anzeige

Im Falle einer Ablehnung werde das Ministerium „die Mittel um zehn Prozent kürzen“ , so Brüß. „Das ist ein Akt der Erpressung“, tadelt Ulrich Rose von der Alternativen Liste und plädiert für eine „Komplettverweigerung, um dann neu zu verhandeln“. Viele Mitglieder der beiden fachgremien sehen das ähnlich. Doch aus Vernunftsgründen stimmen sie für die Zielvereinbarung. Am kommenden Montag entscheidet die Greifswalder Bürgerschaft.



Hase, Petra