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Kultur Udo Lindenberg: So war die Generalprobe für neue Tour
Nachrichten Kultur Udo Lindenberg: So war die Generalprobe für neue Tour
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15:47 13.05.2019
Udo Lindenberg singt während seiner Generalprobe im Maritim Seehotel in Timmendorfer Strand. Quelle: Olaf Malzahn
Timmendorfer Strand

Die Karten waren im Nu ausverkauft, der Ort ist seit Tagen in höchster Panikstufe: Seit Jahren schon bucht Udo Lindenberg sich ins Maritim Seehotel in Timmendorfer Strand ein, um sich hier mit seiner Entourage auf seine bevorstehenden Tourneen vorzubereiten. Dafür gibt es zum Ende der Proben traditionell eine öffentliche Generalprobe, um das Konzertfeeling live mit den Fans zu proben, denn der Meister überlässt nichts dem Zufall, die Show muss perfekt sein. Davon bekamen seine Fans – zumindest diejenigen rund 2000, die ein Ticket ergattert hatten – am Wochenende einen Vorgeschmack.

So schön war die Generalprobe zur neuen Tour

Der erste Eindruck

Der Mann mit Hut und Sonnenbrille entert bei der „Honky Tonk Show“ die Bühne. Panikorchester, Bläser, Backgroundsänger und Kinderchor rollen Udo Lindenberg soundmäßig einen roten Teppich aus. Trotzdem ist es eine Generalprobe. Heißt hier: eine abgespeckte Version dessen, was Lindenberg und Band ab Ende Mai deutschlandweit in 23 Arena-Shows zeigen werden. Kein aufwendiges Bühnenbild, keine üppige Lightshow – „nur die reine Power des Panikorchesters“, so formuliert es der Panik-Präsident höchstselbst – „der besten Band der Welt“. Die Zuschauer hier und heute seien die ersten von rund 300000, die demnächst die Show erlebten, führt Lindenberg dem Publikum noch mal das Besondere des Konzerts vor Augen.

Das Programm

Es war ein völlig neues Programm versprochen worden, doch findet sich auf der Setlist mit 29 Songs dann einiges, was wohl doch unverzichtbar ist: „Horizont“, „Ich mach mein Ding“, „Wozu sind Kriege da“, „Fieber“, „Mein Body“, „Cello“, „Bunte Republik Deutschland“, „Eldorado“. Richtig Dampf machten Udo und Band mit dem druckvollen, von den Pustefix-Bläsern zusätzlich gepushten Powerpaket „Sonderzug nach Pankow“, „Alles klar auf der Andrea Doria“, „Candy Jane“ und dann noch „Reeperbahn“ in der coolen Rap-Version von 2011 mit Backgroundsänger Ole Feddersen. Neu sind etwa „Komm wir ziehen in den Frieden“ oder „König von Scheißegalien“, für das sich Lindenberg offen bei Lou Reeds „Walk On The Walk Side“ bedient hat.

Das Publikum

Bedenkt man, welch exklusivem Event die Fans hier beiwohnen, könnte der Enthusiasmus schon größer sein. Zwar werden Klassiker wie „Horizont“ oder „Cello“ zuverlässig und teils auch beseelt mitgesungen, wird hier im Takt geklatscht und werden dort Arme geschwenkt, doch so richtig aus dem Häuschen scheint hier bei den überwiegend älteren Semestern dann doch kaum einer zu sein.

Was in Erinnerung bleibt

Nicht positiv: Der Auftritt von Maria Furtwängler, dem „Special Guest“ des Abends, die mit Udo Lindenberg im Duett das Stück „Bist du vom KGB“ sang. Dass die Schauspielerin „noch nie vorher gesungen hat, noch nie“, wie ihr Gesangspartner begeistert zu Protokoll gab, hörte man ihrer wackligen, stellenweise leicht schiefen Stimme durchaus an. Aber, und da hat Lindenberg recht, „muss man sich erst mal trauen, auf die Bühne zu gehen“. Und im Gedächtnis haften bleibt auch, dass Lindenberg im Vergleich zum Vorjahr am selben Ort einen nicht ganz so präsenten Eindruck hinterließ.

Fazit

Zweieinhalb Stunden Panik-Power mit leichten Abstrichen in der B-Note.

Am Dienstag geht es nach den Proben an der Ostsee direkt auf See: Lindenberg sticht mit dem „Rockliner“, der „Mein Schiff 1“, auf musikalische Kreuzfahrt mit seinem Panik-Orchester und seinen Fans. Das Schiff fährt über Helsinki und Stockholm und wieder zurück. An Bord gibt es alles rund um Lindenberg und seine Musik, Shows, Vorträge, Eierlikör und vielleicht auch ein Geburtstagsextra, denn Lindenberg wird am 17. Mai 73 Jahre alt.

Ende Mai beginnt dann die große Deutschland-Tournee mit insgesamt 23 Shows in 13 Städten. Die meisten Tickets sind schon weg – aber keine Panik: Auch ohne ein Ticket zu Liveshows wird uns das Udo-Feeling in diesem Jahr nicht entgehen.

Konzert-Termine

Udo Lindenberg „Live 2019“-Tour: Bremen, 31. Mai + 1. Juni; Berlin, 7.,8. Juni; Leipzig, 11., 12. Juni; Erfurt, 14.,15. Juni; München, 18. Juni; Hamburg, 20., 21., 22. Juni; Köln, 28., 29. Juni; Mannheim, 2., 3. Juli; Stuttgart, 5., 6. Juli; Oberhausen, 9. Juli; Dortmund, 12., 13. Juli;

Vereinzelte Tickets(für Köln, Dortmund, Mannheim, Stuttgart, Leipzig, München und Oberhausen) gibt es unter: www.oz-tickets.de oder 0381- 38303017 sowie in allen OZ-Service-Centern.

 

Thomas Bunjes/Schabnam Tafazoli

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