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Kultur Urkunden aus der Hansezeit sollen Welterbe werden
Nachrichten Kultur Urkunden aus der Hansezeit sollen Welterbe werden
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15:23 15.12.2014
Urkunde zum Stralsunder Frieden 1370.Repro: Stadtarchiv Quelle: Archiv
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Stralsund

In den politischen Gremien wird zurzeit ein weiterer Vorschlag diskutiert, der Stralsund erneut ins internationale Rampenlicht rücken könnte. Wertvolle Urkunden aus dem Stadtarchiv könnten für das Weltdokumentenerbe der Unesco nominiert werden.

Es handelt sich um Originaldokumente aus der Blütezeit der Hanse, mit denen am 24. Mai 1370 der sogenannte Friede von Stralsund besiegelt wurde. „Das sind einzigartige Urkunden, die europäische Geschichte, aus der Perspektive des Mittelalters sogar Weltgeschichte dokumentieren“, sagt Jörg Schleinert, Direktor des Stralsunder Stadtarchivs.

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Das Weltdokumentenerbe der Unesco gibt es seit 1992. Das Programm steht unter dem Titel „Memory of the World“ (Gedächtnis der Welt). Bislang umfasst es 300 Dokumente. Deutschland ist bisher mit 17 Einträgen in der Liste vertreten. Unter anderem mit der „Goldenen Bulle“ von 1356 – eine Art Vefassung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Erfolgreich nominiert wurden auch das „Kommunistische Manifest“ und „Das Kapital“ von Karl Marx.

Am Dienstag berät der Kulturausschuss über eine mögliche Stralsunder Bewerbung.



Marlies Walther