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Kultur Verbindung der Kulturen: Toleranz und Tanz
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12:30 05.11.2019
4. Jüdische Kulturtage in Rostock: Konzert „Klezmer trifft Derwisch trifft Orgel“ am 3. November in der Kirche Warnemünde, es spielte das Ensemble Noisten und Gäste. Quelle: Thorsten Czarkowski
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Warnemünde

Die Warnemünder Kirche bildete den Rahmen für dieses Konzert, das im Rahmen der 4. Jüdischen Kulturtage in Rostock stattfand. Im Mittelpunkt des Abends stand das Ensemble Noisten, das sich zu seinem Programm auch musikalische Gäste eingeladen hatte. Auf diese Weise wurde das Motto „Klezmer trifft Derwisch trifft Orgel“ umgesetzt, die Warnemünder Orgel spielte Robert Mäuser.

Dieser nicht nur multikulturelle, sondern auch multireligiöse Ansatz trug zum Anliegen der Jüdischen Kulturtage bei, sich zu öffnen. Also erklangen zunächst Werke von Johann Sebastian Bach auf der Orgel, die dann vom Ensemble Noisten mit Klezmer aufgegriffen wurde, später erweitert durch Murat Cakmaz an der Neyflöte. Schließlich kam der Auftritt von Talip Elamsulu, der mit Derwischtanz das Programm im Sinne des abendlichen Mottos abrundete. So trafen die drei monotheistischen Religionskulturen aufeinander, das Christentum, das Judentum und der Islam. Und dies erfolgte in einer kulturellen Verschmelzung, auch über die Verbindung von „Tanz und Toleranz“, wie der Klarinettist Reinald Noisten sagte, der durch den Abend führte. Dabei wurde ein großer Bogen von den Bach-Orgelwerken bis zum Derwischtanz geschlagen. Auch die festliche Atmosphäre der Warnemünder Kirche trug zum Gelingen des Abends bei, für die Gäste war dies nicht nur eine Erweiterung des kulturellen Horizonts.

Heute um 18 Uhr wird in Rahmen der 4. Jüdischen Kulturtage im Rostocker Rathaus eine Diskussion zum Thema „War Jesus ein Messias?“ abgehalten, am Mittwoch um 18 Uhr werden die Kulturtage in der Bühne 602 mit dem Theaterstück „Liebe mit Hindernissen“ beendet.

Von Thorsten Czarkowski

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