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Kultur Andreas Dresen lädt zu seiner neuen Reihe „hmt: Fokus Film“
Nachrichten Kultur Andreas Dresen lädt zu seiner neuen Reihe „hmt: Fokus Film“
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18:32 14.01.2019
Regisseur Andreas Dresen beim Antrittsbesuch an der Rostocker HMT 2018. Quelle: Stefanie Büssing
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Rostock

Die Schauspielstudierenden der Rostocker Hochschule für Musik und Theater (HMT) dürfen sich heute auf eine ganz besondere Veranstaltung freuen: Schauspieler Axel Prahl, bekannt vor allem als Kommissar Frank Thiel aus dem Münsteraner „Tatort“, ist heute zu Gast bei Andreas Dresens neuer Reihe „hmt: Fokus Film“. Der Regisseur, der im Sommersemester 2018 zum Professor für Filmschauspiel an die HMT berufen wurde, wird sich mit Prahl über gemeinsame Filmproduktionen unterhalten und Ausschnitte aus den gemeinsamen Filmen zeigen.

„Die Idee, die dahintersteckt, ist, dass ich den Schauspielstudenten gerne Leute aus der Praxis vorstellen möchte, die sowohl im Theater als auch im Film Erfahrungen gesammelt haben und aus ihrer beruflichen Praxis erzählen“, sagt Dresen. Mit Axel Prahl verbindet ihn nicht nur eine 20-jährige Freundschaft, sondern auch eine langjährige Zusammenarbeit. „Insofern bietet sich das an. Besonders, weil wir die Arbeit aus unterschiedlichen Perspektiven reflektieren können, aus der Perspektive des Schauspielers und des Regisseurs“, so Dresen.

Viermal im Jahr, jeweils zweimal pro Semester, soll die Veranstaltung, die aus zwei Teilen besteht, künftig an der HMT stattfinden. „Der erste Teil ist ausschließlich für die Studenten bestimmt. Dort können sie Fragen stellen und fachlich mit den Gästen diskutieren“, erklärt Dresen. Den anschließenden öffentlichen Teil will der Regisseur nutzen, um interessierten Rostockern seine Arbeit an der HMT nebst prominenten Gästen vorzustellen.

„Ich werde mich an der Biografie des jeweiligen Gastes und an seiner künstlerischen Arbeit orientieren und anhand von praktischen Beispielen mit ihm ins Gespräch kommen“, erklärt Dresen das Konzept. „Am Ende der Veranstaltung darf das Publikum Fragen stellen.“

Nicht nur Dresen freut sich schon auf seinen Gast, auch Axel Prahl sei sofort bereit gewesen, bei der neuen Reihe mitzumachen. „Die Idee, etwas für Schauspielstudenten zu machen, fand er sofort sehr schön und war von Anfang an gerne dabei, obwohl er zurzeit auf Tour ist mit seiner neuen Platte“, so Dresen. Auch mit Rostock verbinden die beiden bereits gemeinsame Erinnerungen. „Wir haben hier miteinander ’die Polizistin’ gedreht. Außerdem kommt Axel aus Ostholstein, ist norddeutsch und hat eine Affinität zu Orten, die am Meer liegen“, verrät Dresen.

Schauspieler aber auch Drehbuchautoren und Kameraleute will Dresen künftig in seine neue Reihe einbinden. „Der nächste Gast am 24. April ist auf besonderen Wunsch der Schauspielstudenten der Gundermann-Hauptdarsteller Alexander Scher“, verrät Dresen. „Der hat ja auch eine große Theateraffinität und ist ein großer Verwandlungskünstler mit den ganzen Rollen, die er im Film gespielt hat – zuletzt David Bowie am Schauspielhaus Hamburg.“

Bisher zieht der Regisseur ein durchaus positives Fazit seiner Dozententätigkeit: „Ich muss jetzt noch ein bisschen improvisieren, weil sich meine Arbeit nicht so nahtlos in den vorhandenen Lehrplan integrieren lässt. Aber es macht auf jeden Fall sehr viel Spaß.“ Das Gespräch mit Axel Prahl findet heute um 19.30 Uhr im Katharinensaal der HMT statt. Wer Glück hat, erwischt vielleicht noch einen Restplatz. Ein bisschen aufgeregt ist selbst Andreas Dresen: „Zu moderieren ist für mich auch etwas Neues, aber Axel und ich sind ein eingespieltes Team, das hilft gegen die Aufregung.“

Stefanie Büssing

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