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Nachrichten Kultur Von der Schauspielerkantine zur Eventgaststätte
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06:30 29.03.2018
Bereiten im „Störti“ alles für die Eröffnung zu Ostern vor (v.l.): Festspiel-Geschäftsführerin Anna Theresa Hick, Chefkoch Robert Richter und Manager Michael Berger. Quelle: Jens-Uwe Berndt
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Ralswiek

Ralswiek. Das Osterwochenende wird zum Kaltstart: Das Restaurant „Zum Störti“ wird sich am Sonnabend seinen Besuchern als komplett neue gastronomische Einrichtung präsentieren. Nicht nur äußerlich mit neuem Logo und verändertem Ambiente – auch die Speisekarte liest sich jetzt vollkommen anders. Und mit den Angeboten am 31. März wird angedeutet, was hier regelmäßig zu erleben sein wird. „Wir werden von 10 bis 16 Uhr in der Gaststätte einen Familienbrunch anbieten, im Biergarten ist Unterhaltung angesagt“, kündigt Anna-Theresa Hick an, Mitgeschäftsführerin der Störtebeker Festspiele. „Clown Maxxx wird da sein, wir haben Ponyreiten im Programm und Bastelmöglichkeiten. Im Park werden wir gemeinsam mit den Kindern dann Ostereier suchen.“

Für viele Rüganer wird dieser Ablauf im Zusammenhang mit dem „Störti“ ungewöhnlich klingen, galt das Restaurant bisher doch eher als Anhängsel der Festspiele mit beschränkten Öffnungszeiten. „Es war so, dass das Haus anfangs wie eine Schauspieler-Kantine wirkte“, sagt Hick. „Jetzt geht es in Richtung Event-Gastronomie mit Öffnungszeiten vor, während und nach der Saison.“ Erdacht hat sich das neue Konzept Anna-Theresa Hick gemeinsam mit dem neuen Manager Michael Berger, der aus Mannheim stammt, seit 14 Jahren aber in der Region lebt und arbeitet. Und das Konzept beinhaltet Veränderungen auf der ganzen Linie: Renovierungsarbeiten, neue Möbel, ein neues Logo, das die Marke Störtebeker besser transportieren soll – und die erwähnte neue Speisekarte. „Von Januar bis Dezember das gleiche anzubieten, ist beim besten Willen nicht mehr zeitgemäß“, sagt Berger. „Wir setzen jetzt auf frische, saisonale und regionale Küche.“ Und Gäste werden nicht mehr nur zur Theaterzeit hier essen können, denn bereits Dienstag nach Ostern beginnt „Zum Störti“ mit seinem Betrieb. „In der Vor- und Nachsaison haben wir täglich außer Sonntag von 11.30 bis 20 Uhr geöffnet, während der Saison ist hier immer von 8 bis 22.30 Uhr offen.“ Bei Anmietungen gelten individuelle Zeiten.

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Die Rügensche Eigenart

Michael Berger will mit dem Angebot nicht zuletzt eine Lücke schließen. „Rügen hat in gastronomischer Hinsicht außerhalb der Saison eine Eigenart“, sagt er. „Die Leute meinen: ,In diese oder jene Gaststätte brauchst du nicht gehen, die hat sowieso nicht geöffnet’. Und die Gastronomen sagen: ,Wozu außerhalb der Urlaubszeit öffnen, es kommt ja eh keiner’.“ Das sei der berüchtigte Teufelskreis, und den will Berger aufbrechen. „Es wird eine Zeit dauern, da bin ich mir sicher. Aber nach ein oder zwei Jahren wissen die Rüganer, dass sie hier jederzeit herkommen und gut essen können.“Neben der kulinarischen Neuausrichtung und den veränderten Öffnungszeiten sollen künftig auch Veranstaltungen das Gesicht des „Störti“ prägen. Dazu wird der Biergarten umgebaut, vollständig gepflastert und mit einer Bühne ausgestattet. „Am 10. Mai werden hier Artur & Band auftreten“, kündigt der Manager an. „Diese musikalischen Ereignisse sollen sich als Biergarten-Open-Air etablieren. Auch eine Lesung mit dem Störtebeker-Regisseur Marco Bahr ist bereits fest eingetaktet.“

Die Gaststätte selbst bekommt neben einer Lounge zum Kuscheln oder Abhängen – je nach Intention – eine kleine Spielecke. Die kann bereits am Sonnabend ausprobiert werden. Übrigens ist keines der Unterhaltungsangebote an diesem Tag an den Brunch gebunden. Wer die so genannten Kinderanimationen nutzen möchte und mit auf Eiersuche gehen will, muss keineswegs in der Gaststätte essen. Anna-Theresa Hick würde sich allerdings freuen, wenn die Gäste dann wenigstens mal einen Blick hineinwerfen, um sich von den Veränderungen ein Bild zu machen.

Berndt Jens-Uwe

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