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Kultur Vor 200 Jahren endete in Pommern die Schwedenzeit
Nachrichten Kultur Vor 200 Jahren endete in Pommern die Schwedenzeit
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06:04 20.10.2015
Eine Büste des Schwedenkönigs Gustav II. Adolf erinnert im Durchgang des Stralsunder Rathauses an die Schwedenzeit. Quelle: Stefan Sauer/dpa
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Stralsund

Fast 170 Jahre stand Vorpommern  mit Stralsund unter schwedischer Herrschaft. Von Montag an erinnert die Hansestadt in einer Festwoche mit Vorträgen, Konzerten, Lesungen und einer Tagung an die Übergabe Schwedisch-Pommerns an Preußen vor 200 Jahren.

Für Schweden war Pommern seit Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648 militärischer Vorposten, Kornkammer und Wissenschaftsstandort. Stralsund wurde 1720 Regierungshauptstadt für Schwedisch-Vorpommern. Als steinerne Zeugnisse dieser Zeit bestimmen noch heute viele barocke Bürgerhäuser und schwedische Regierungsbauten das Stadtbild.

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In der Schwedenzeit entwickelten sich nicht nur wirtschaftliche, sondern vor allem auch kulturelle Beziehungen zwischen dem nordeuropäischen Mutterland und Stralsund. Auch die Universität Greifswald erlebte unter der schwedischen Herrschaft einen Aufschwung.

Unter dem Motto „Stralsund schwedisch“ dokumentiert die Stadt nun die schwedische Geschichte. Auftakt bildet die Eröffnung einer Ausstellung am Montag um 9 Uhr, die an deutsche und schwedische Persönlichkeiten erinnert und deren Biografien den Austausch zwischen Schweden und Deutschland stehen.

Am Montagabend um 19 Uhr findet im Löwenschen Saal des Rathauses eine Festveranstaltung des Kunstvereins Stralsund in Zusammenarbeit mit der Botschaft des Königreichs Schweden in Deutschland statt.

Historiker befassen sich in einer internationalen Fachtagung mit den Umständen, unter denen Schwedisch-Vorpommern wieder an Preußen gegeben wurde. Zudem gibt es Themenführungen zu den Stralsunder Stadtbefestigungen oder zur Architektur der Schwedenzeit in der Hansestadt.



Martina Rathke / Jens-Peter Woldt