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Kultur Weltkulturfest am Schloss: Schwerin grüßt das Universum
Nachrichten Kultur Weltkulturfest am Schloss: Schwerin grüßt das Universum
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00:00 22.08.2015
Das prachtvolle Schweriner Schloss ist Kandidat für das Unesco-Welterbe. Quelle: Cornelius Kettler
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Schwerin

Mit einem gemeinsamen „Weltkulturfest“ unter dem Motto „Greetings to the Universe“ wollen die Festspiele MV, das Staatstheater, das Staatliche Museum und der Landtag nächstes Jahr in Schwerin die Bewerbung der Schweriner Residenz als Unesco-Weltkulturerbe feiern. Vom 1. bis 3. Juli 2016 sollen die historischen Bauten rund um den Alten Garten — dazu gehören Staatstheater, Schlosskirche, Schlossinnenhof, der Oudry-Saal in der Galerie sowie der neueröffnete Anbau des Museums — bespielt werden.

„Inspiriert von diesem einzigartigen Ensemble und der Idee des Welterbes möchten wir ein Forum zum Entdecken, Nachspüren und Hören bieten, um die Universalität von Musik spürbar zu machen", sagt Markus Fein, Intendant der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.

Von der Idee ist auch Joachim Kümmritz, Generalintendant und Geschäftsführer des Mecklenburgischen Staatstheaters, überzeugt. „Seit Jahren belebt das Staatstheater den Alten Garten im Sommer mit Musiktheater bei den Schlossfestspielen. Dass wir hier nun gemeinsam mit den größten Musikfestspielen des Landes, dem Staatlichen Museum und dem Schweriner Schloss ein Weltkulturfest anbieten können, ist eine Bereicherung für das Publikum und die gesamte Landeshauptstadt", betont er.

Für das zentrale Festkonzert am Sonnabendabend werden erstmalig die Mecklenburgische Staats- kapelle Schwerin unter Leitung von Generalmusikdirektor Daniel Huppert, Preisträger der Festspiele MV und internationale Solisten gemeinsam auf der Bühne stehen. Tagsüber ist ein Genre übergreifendes Programm an mehr als zehn Orten rund um den Alten Garten geplant.

Mit dem dreitägigen musikalischen Weltkulturfest nähern sich die Veranstalter aus unterschied- -lichen Perspektiven der Musik der Welt. Der Titel „Greetings to the Universe" geht auf ein Projekt der NASA zurück, die in den 1970er Jahren auf einer „Golden Record“ in 55 Sprachen Grüße von der Erde in das Universum gesendet hat; auf dem Datenträger befanden sich auch exemplarische Musikaufnahmen und andere Zeugnisse der Menschheit. Unter diesem Motto spüren Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und Diskussionen der Frage nach, was heute die Weltkultur repräsentiert und wie die Musik von einer globalisierten Welt beeinflusst wird.

„Das Welterbefest ist eine hervorragende Gelegenheit, um viele Menschen für den Welterbe-Gedanken zu begeistern und für die Unterstützung unseres Antrags zu mobilisieren“, betont Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke). Das Schweriner Schloss mit seinen Parks und Gärten ist seit Juni 2014 offizieller Kandidat für die Welterbeliste.

Finanziell unterstützt wird es dabei vom Land. Doch das hatte bereits für Kritik gesorgt. Für die Überarbeitung der Ausstellung des Schlossmuseums will das Land 20 Millionen Euro bereitstellen, notfalls auch ohne Unterstützung des Bundes. Zudem sollen eine halbe Million Euro für eine Welterbe-Professur an der Hochschule Wismar fließen.

Stralsunds Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) hatte der Landesregierung „Selbstherrlichkeit“ vorgeworfen und so Kritik provoziert (OZ berichtete). Schwerin habe völlig die Bodenhaftung verloren, sagte Badrow. „Ich kann das nicht hinnehmen, dass die Landesregierung lediglich 1,9 Millionen Euro für die Finanzierung einer ganzen Theaterreform zur Verfügung stellt, aber offenbar über unbegrenzte Ressourcen verfügt, wenn sie eigene Ziele verfolgt.“

Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) hatte die Kritik Badrows zurückgewiesen. Das Schloss sei Landeseigentum und stehe unter Denkmalschutz. „Wenn wir das Schloss verrotten lassen würden, würden wir uns eines Rechtsverstoßes schuldig machen“, so Brodkorb.

Auch Intendant Kümmritz kann die Kritik nicht nachvollziehen: „Die Landeshauptstadt lebt vom Museum und vom Schloss. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun“, betont er. „Als Stralsund Weltkulturerbe wurde, hat sich auch niemand aufgeregt.“



Stefanie Büssing

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