Peenemünde - Wie ein Pilot durchs Kraftwerk fliegen — Peenemünder Museum gibt es bald in 3D – OZ - Ostsee-Zeitung
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00:00 08.08.2013
Das Kraftwerk ist das größte Industriedenkmal in MV. Quelle: Henrik Nitzsche
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Peenemünde

Einmal mit den Auge des Heizers schauen. Mit der neuesten Investition im HTM (Historisch-Technisches Museum) Peenemünde ist das bald möglich. Dank zweier Visualisierungsstationen soll das Kraftwerk erlebbarer werden. Auf den 40-Zoll-Bildschirmen wird der Kessel wieder heiß, Kettenroster und Rauchgasfilter sind in Betrieb — so wie es der Heizer erlebt hat. Von 1942 bis 1945. „Wir können dem Besucher endlich zeigen, wie der Kessel und die anderen Einrichtungen während der Zeit der Heeresversuchsanstalt funktioniert haben“, sagt HTM-Geschäftsführer Michael Gericke.

Und das ist nur der Anfang, denn eine Firma aus Dresden will das gesamte Kraftwerk als 3D-Modell am Computer erstellen. Wie ein Helikopter-Pilot soll sich der Besucher fühlen, wenn er am Bildschirm zunächst über der Denkmallandschaft Peenemünde kreist und dann direkt durch die Mauern des größten Industriedenkmals des Landes fliegt. „Am Computer zeigen wir die Wege der Kohle, des Wassers und des Stroms auf“, so Gericke. Bis zum 8. September, dem Tag des offenen Denkmals, sollen die ersten beiden Stationen stehen. Auf einem Bildschirm soll der knapp 15-minütige Film in HD über die Funktionsweise des Kraftwerks in einer Dauerschleife gezeigt werden. Am zweiten Pult werden die Besucher aktiv. „Per Touchscreen können sie einzelne Bereiche aufrufen“, sagt Gericke und zeigt auf die Treppe zum Turbinensaal. Auch der soll noch in diesem Jahr TV-reif werden. Museumsbesucher erfahren verständlich, wie mit Dampf Strom erzeugt wird. Weil der Turbinensaal mittlerweile Schauplatz hochkarätiger kultureller Veranstaltungen ist, wird sich eine Station dem Usedomer Musikfestival widmen. „Da gibt es Informationen zur Geschichte, zu den prominenten Gästen und Mitschnitte von Konzerten. Wir werden dafür eine Soundanlage installieren“, sagt der HTM-Geschäftsführer. Alle Filme werden in deutscher, englischer und polnischer Sprache gezeigt. Henrik Nitzsche

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