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Kultur Zehntausende haben die Wallensteintage besucht
Nachrichten Kultur Zehntausende haben die Wallensteintage besucht
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09:10 27.07.2015
Gemetzel vor dem Kniepertor: In einer nachgestellten Kampfszene schlagen die Stralsunder und ihre Verbündeten einen Angriff von Wallensteins Truppen zurück.
Gemetzel vor dem Kniepertor: In einer nachgestellten Kampfszene schlagen die Stralsunder und ihre Verbündeten einen Angriff von Wallensteins Truppen zurück. Quelle: Christian Rödel
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Stralsund

Riesenansturm zu den Wallensteintagen 2015 in Stralsund. Zehntausende erlebten das Spektakel in der Hansestadt.

Die vorhergesagten Wetterkapriolen hielten sich in Grenzen, sodass auch die Organisatoren durchatmen konnten. Lediglich das Barockfeuerwerk fiel zum Leidwesen der Besucher der Unwetterwarnung zum Opfer.

„Bei den vorhergesagte Windstärken ist der Sicherheitsabstand zum Rathaus einfach zu gering gewesen. Da geht die Sicherheit der Besucher einfach vor“, sagte Veranstalter Wolfgang Michallik von der Agentur Basic Events.

Auch dem Landsknechtlager bereitete der Wind einige Probleme. Dort wurde bereits am Samstagabend vorsorglich mit dem Abbau begonnen.

Der Großteil der Lagerbewohner zog zur Nacht in die Turnhalle, während andere Wache hielten. „Wichtig ist uns, dass alle wieder gesund und munter nach Hause kommen. Daher war dies eine gute Lösung“, betonte Michallik.

Auch wenn bei den Aussichten einige Gäste am Samstagabend fernblieben, kann Stralsund wieder auf ein erfolgreiches Volksfest zurückblicken.

Die Schausteller jedenfalls zeigten sich mit den Festtagen zufrieden. „Es ist jedes Jahr wieder eine wunderschöne Veranstaltung in einer tollen Stadt“, sagte Jürgen Tkotsch. Der Keramikdesigner mit seinem Sandsturm-Dekor begrüßt dabei immer mehr Stammkunden.

Der Altweibermarkt hat ebenfalls einen Stammplatz zu den Wallensteintagen. Am Fuße der Nikolaikirche bieten sie Beschäftigungsmöglichkeiten für die jungen Besucher und bringen Selbstgebasteltes und Selbstgenähtes unter die Leute.

Vandalen sorgten jedoch dafür, dass die Damen des Altweibermarktes am Samstagmorgen vor einem Chaos standen. Ebenso wie bei einem Händler in der Semlowerstraße, hatten sich die Täter über die Rückwand der Zelte Einlass.

„Es wurde viel zerstört, die Zelte wurden aufgeschnitten, Bastelmaterial ist unbrauchbar und auch Bargeld wurde entwendet“, sagte Renate Zenke, die bis zum Mittag damit beschäftigt war, die Ordnung wieder herzustellen.

Dabei steht das Festgelände unter ständiger Überwachung, wie der Organisator bestätigte. „Auch in der Semlowerstraße sind stets zwei Streifen unterwegs. Dass dann sowas passiert, wenn mal keiner in der Nähe ist, ist bedauerlich“, sagte Wolfgang Michallik.



Jens-Peter Woldt