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MV aktuell 2021: Zahl der schweren Arbeitsunfälle rückläufig
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2021: Zahl der schweren Arbeitsunfälle im Vergleich zum Vorjahr bislang rückläufig

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07:39 30.12.2021
Die Arbeit auf Baustellen bleibt gefährlich. Den Schwerpunkt der gezählten Arbeitsunfälle bilde das Baugewerbe, dort verunglückten 15 Beschäftigte sehr schwer und zwei tödlich.
Die Arbeit auf Baustellen bleibt gefährlich. Den Schwerpunkt der gezählten Arbeitsunfälle bilde das Baugewerbe, dort verunglückten 15 Beschäftigte sehr schwer und zwei tödlich. Quelle: Britta Pedersen/dpa
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Rostock

Die Zahl der Arbeitsunfälle mit besonders schweren oder tödlichen Folgen ist nach vorläufigen Zahlen im zu Ende gehenden Jahr im Vergleich zu 2020 gesunken. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock auf Anfrage berichtete, wurden bis zum 17. Dezember 66 solcher Fälle registriert, im gesamten Jahr 2020 waren es 83.

Den Angaben zufolge sind in diesem Jahr landesweit bisher 56 Beschäftigte bei der Arbeit besonders schwer verletzt worden. Fünf Menschen starben bei einem Arbeitsunfall, zwei weniger als im gesamten Jahr 2020. Auf dem Weg zur Arbeit beziehungsweise auf dem Heimweg verunglückten zwei Beschäftigte tödlich, vier wurden schwer verletzt.

Unfälle im Baugewerbe und Industrie-Sektor

Den Schwerpunkt der Unfälle bildete der Behörde zufolge das Baugewerbe, dort verunglückten 15 Beschäftigte sehr schwer und zwei tödlich. Einige der Arbeitsunfälle im Baugewerbe seien auf den Absturz aus großen Höhen zurückzuführen, unter anderem, weil Leitern nicht gegen das Verrutschen gesichert waren oder die Stabilität von Decken- oder Dachelementen nicht mehr gegeben war. In der Industrie gab es elf besonders schwere und zwei tödliche Unfälle.

Nach Lagus-Angaben werden Arbeitsunfälle, die eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen nach sich ziehen, als schwere Arbeitsunfälle bezeichnet. In diesem Fall seien Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, das Lagus und den Unfallversicherungsträger zu informieren. Aufgrund der Vielzahl der eingehenden Unfallanzeigen sei es aber nicht möglich, allen Meldungen nachzugehen. Daher konzentrierten sich die Unfalluntersuchungen in der Regel auf Arbeitsunfälle mit tödlichen beziehungsweise besonders schweren Verletzungsfolgen.

Von OZ/RND