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MV aktuell 26 Jahre nach der Wende: Erstmals mehr Umzüge von West nach Ost
Nachrichten MV aktuell 26 Jahre nach der Wende: Erstmals mehr Umzüge von West nach Ost
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16:27 30.01.2019
Zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung sind im Jahr 2017 mehr Menschen von Westdeutschland nach in die ostdeutschen Länder gezogen. (Symbolfoto) Quelle: dpa
Wiesbaden/Schwerin

Zum ersten Mal seit der Wende sind im Jahr 2017 mehr Menschen von Westdeutschland in die ostdeutschen Länder gezogen. Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) betrug das Plus für die fünf ostdeutschen Bundesländer ohne Berlin rund 4000 Menschen; mit Berlin sogar 13 000 Personen.

Damit sei eine lange anhaltende Tendenz gestoppt: In den 26 Jahren zuvor hatten die ostdeutschen Länder ohne Berlin mehr als 1,2 Millionen Bürger an den Westen verloren. Dieser Abwanderungstrend ist jetzt zu Ende: Im Jahr 2017 haben weniger als 90 000 den Osten in Richtung Westen verlassen.

MV hat viel Zuzug aus Schleswig-Holstein

Mecklenburg-Vorpommern fällt in der Statistik besonders positiv auf. Insgesamt 16 977 Menschen kamen aus den alten Bundesländern nach MV. Dagegen wanderten 15 008 in die entgegengesetzte Richtung ab. Im Jahr 2016 waren es noch mehr als 22 000, die dem Nordosten den Rücken kehrten. Besonders groß ist das Plus der Zuzügler aus Baden-Württemberg (324) und Schleswig-Holstein (750). Neben Mecklenburg-Vorpommern haben im Osten nur Sachsen und Brandenburg positive Wanderungssalden.

Einen Wermutstropfen hat die Statistik allerdings: „Die ostdeutschen Flächenländer verlieren weiterhin viele jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren, bei allen anderen Altersgruppen ist der Saldo für Ostdeutschland hingegen positiv“, erklärt die Geografin Nikola Sander, Forschungsdirektorin am BiB.

Wanderung zwischen West- und Ostdeutschland Quelle: Statistisches Bundesamt/ BiB

epd/OZ/VW