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MV aktuell Warnemünder Turmleuchten: 80 000 erleben magische Momente
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80000 Besucher erleben magische Momente beim Turmleuchten in Warnemünde

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11:06 02.01.2020
Rund 80000 Besucher haben das 21. Warnemünder Turmleuchten unter dem Motto „Schicksal“ verfolgt. Quelle: Frank Hormann
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Warnemünde

Martina Hildebrandt hat rund um den Jahreswechsel mit Spannung auf die Wettervorhersagen geschaut. Schließlich weiß die Veranstalterin des Warnemünder Turmleuchtens aus leidvoller Erfahrung, wie schnell selbst große Events im wahrsten Wortsinn abgeblasen werden können. Hatte 2018 Sturmtief „Zeetje“ für das Aus des Neujahrs-Höhepunktes gesorgt, konnte in diesem Jahr alles so starten wie von langer Hand geplant. „Und das haben wir uns alle auch verdient“, sagte Hildebrandt erleichtert.

Mehr als 80 000 Besucher waren teilweise schon früh ins Ostseebad gekommen, um sich die besten Plätze am Leuchtturm, auf der Promenade oder am Strand zu sichern. „Die kalten Füße nehmen wir dafür gern in Kauf“, sagte Sigrid Ehlert, die mit Tochter Josephine sowie Sonny Heilmann und Viola Starke extra aus Schwerin angereist war. Stundenlang harrte das Frauenquartett in der Kälte aus, um den besten Blick auf die Licht-, Laser- und Feuerwerksshow zu erhaschen, die in diesem Jahr das Motto „Schicksal“ trug.

Galerie: So schön war das 21. Turmleuchten

Rund 80 000 Besucher haben das 21. Warnemünder Turmleuchten verfolgt. Der spektakuläre Jahresauftakt mit Licht- und Lasershow, Feuerwerk und Musik stand diesmal unter dem Motto „Schicksal“.

Dankeschön für alle Unterstützer

Ein solches hatte auch die Organisatoren der Traditionsveranstaltung erwischt. Durch die Absage im vergangenen Januar und den Nachholtermin im April war ein großes Loch in der Finanzierung entstanden. Zahlreiche Spender halfen, die beliebte Traditionsveranstaltung am Leben zu erhalten.

Hier kommen Sie zum Video vom Turmleuchten.

Stellvertretend für alle Unterstützer durften Klaus Möller und Kristina Masella den Startknopf betätigen. Der Chef des Leuchtturm-Vereins und die Vertreterin des Online-Magazins „Der Warnemünder“ hatten unkompliziert eine Spendenaktion zugunsten des Turmleuchtens organisiert, die großen Anklang fand.

Gänsehaut-Momente für jeden Zuschauer

Bei der diesjährigen Inszenierung stand der Leuchtturm als Warnemünder Wahrzeichen wieder eine halbe Stunde lang im Mittelpunkt. Zur sonoren Stimme des Erzählers, der die verschiedenen Arten von Schicksal thematisierte, erklang Musik aus der Konserve.

Zum Beispiel das Lied „Wind of Change“ von den Scorpions, das wie eine Hymne für die Vereinigung des lange geteilten Deutschlands steht. Oder „Pläne“ von Ina Müller, das auf den Verlust eines geliebten Menschen anspielt. Fast jeder Zuschauer erlebte so mindestens einen Gänsehaut-Moment und konnte sich persönlich angesprochen fühlen.

Live-Musik von der „ältesten Boyband der Welt“

Live-Musik gab es natürlich auch – im Vorprogramm von Jens Johannes, der eine Warnemünde-Hymne zum Besten gab, sowie von Ola van Sander und Bad Penny.

Während der Show trat dann die nach eigenen Aussagen älteste gecastete Boyband der Welt auf die Bühne: Jürgen Matkowitz, früher Bandmitglied von Prinzip, Quaster von den Puhdys, Dietmar Ränker von Berluc und der Sänger Rollo. „Leuchte, Leuchtturm, leuchte – unseren Weg nach Haus“, sangen sie zu Füßen des Wahrzeichens.

Traditionspflege am Fuße des Wahrzeichens

Als das Lied „You’ll never walk alone“ erklang und die Jahreszahl am Turm aufleuchtete, deutete sich das Ende der diesjährigen und mittlerweile 21. Auflage des Neujahrs-Events an. Alleine – also „alone“ – musste wirklich niemand nach Hause gehen: Während sich die Besucherscharen langsam auflösten und die Menschen zu Bussen und Zügen schlenderten, nutzten viele die Gelegenheit, Traditionen zu pflegen.

Pärchen küssten sich zu Füßen des Turms, Familien und Freunde machten Erinnerungsfotos mit der Jahreszahl. Das gehörte auch für Familie Dietz dazu. Theres und ihre Eltern Frank und Heike waren aus Brandenburg angereist. „Wir haben Silvester in Graal-Müritz gefeiert, das war schon großartig. Aber das Turmleuchten ist der perfekte Abschluss für die Reise und ein toller Start für das Jahr“, bilanzierte die Tochter.

Direkt nebenan stellte sich auch eine Gruppe aus Berlin für ein Selfie auf. Wir sind das sechste Mal in Folge hier und kommen immer für Silvester und Neujahr“, erzählt Ilka. „Das Turmleuchten ist für uns ein ganz besonderes Erlebnis, ein wirklich magischer Moment“, ergänzt ihre Freundin Christine.

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