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MV aktuell A-20-Desaster: Umleitung kommt wohl erst 2019
Nachrichten MV aktuell A-20-Desaster: Umleitung kommt wohl erst 2019
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06:37 19.01.2018
Das abgesackte Autobahnteilstück der A20 an der Trebeltalbrücke bei Tribsees (Mecklenburg-Vorpommern).
Das abgesackte Autobahnteilstück der A20 an der Trebeltalbrücke bei Tribsees (Mecklenburg-Vorpommern). Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
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Tribsees

Droht am A-20-Krater bei Tribsees neues Ungemach? Wie das Landesverkehrsministerium bestätigte, gibt es Probleme mit den Eigentümern der Flächen, auf denen eigentlich bis zum Sommer die geplante Umleitungsstrecke entstehen soll. Auch die Umweltbehörden haben noch keine Freigabe für den Eingriff in das Vogelschutzgebiet gegeben. Die Zeit wird knapp.

Nach Angaben des Schweriner Ministeriums erweise sich die Kontaktaufnahme zu einigen der insgesamt 15 Eigentümer „als zeitaufwändig und herausfordernd“, wie eine Sprecherin sagte. Zum Teil handle es sich um bundesweit verstreute Erbengemeinschaften. Um wie viele Flächen es dabei geht, konnte sie nicht sagen. Bis Ende Februar müssen alle Besitzer zugestimmt haben, da spätestens dann die Bäume entlang der Trasse gefällt werden müssen. Wegen Naturschutzauflagen wäre das sonst erst wieder im Herbst möglich. Das würde bedeuten, dass die neue Umleitung auch nicht früher gebaut werden könnte und vermutlich erst 2019 fertig würde.

Die A 20 wurde im November voll gesperrt, nachdem ein Teil der Fahrbahn auf moorigem Untergrund abgebrochen war. Seitdem wird der Verkehr durch den kleinen Ort Langsdorf gelenkt. Eine geplante Behelfsbrücke kann nicht gebaut werden, weil der komplizierte Untergrund sie nicht tragen würde. Daher soll eine Umleitung auf der Trasse einer alte Baustraße entstehen. Diese wurde jedoch nach dem Bau der A 20 zurückgebaut und muss daher komplett neu geplant und gebaut werden.

OZ