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A 20 bei Tribsees: Autobahn ab 2021 wieder vierspurig

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12:59 23.12.2019
So sieht es aktuell auf der A 20 Baustelle bei Tribsees aus. Quelle: Pressestelle Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung
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Schwerin

Die Bauarbeiten an der Autobahn 20 bei Tribsees (Landkreis Vorpommern-Rügen) laufen auf Hochtouren. Zurzeit wird das circa 75 Meter lange Teilbauwerk in Fahrtrichtung Lübeck neu errichtet, mit dem die Trebeltalbrücke an die aus dem Osten kommende Autobahn angeschlossen wird.

„Wir liegen dank der engagierten Arbeit der Kollegen der Abteilung Autobahn im Landesamt für Straßenbau und Verkehr sowie der Baufirmen im Zeitplan“, berichtet Landesinfrastrukturminister Christian Pegel. Auch die für die Jahreszeit milde Witterung trage ihren Teil zum guten Vorankommen der Arbeiten bei.

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Das ist der aktuelle Stand der Arbeiten

„Die Gründungspfähle sind alle gesetzt. Noch vor Jahresende wird die Unterbaukonstruktion des östlichen Teilbauwerks fertiggestellt, auf der die neue Autobahn ruhen wird. Zu Beginn des kommenden Jahres wird das Traggerüst errichtet, damit auch die Betonierarbeiten für die Fahrbahn beginnen können“, so Pegel zum aktuellen Stand der Arbeiten.

Bereits Ende des Jahres soll die unterirdische Stützkonstruktion für einen ersten Teil der neuen A-20-Brücke über das Moorgebiet bei Tribsees fertig sein. Um den Zeitplan zu halten, soll auch im Winter durchgearbeitet werden.

Parallel führt die Abteilung Autobahn des Landesamts für Straßenbau und Verkehr die Ausschreibung für das rund 800 Meter lange westliche Teilbauwerk in Fahrtrichtung Lübeck durch. „Wir gehen davon aus, dass wir bei reibungslosem Verlauf der Ausschreibung im zweiten Quartal 2020 mit den Arbeiten an dem längeren Bauwerk beginnen können“, sagt Pegel und betont: „Wir wollen den Ersatzneubau der A 20 bei Tribsees im kommenden Jahr so weit wie möglich vorantreiben, bevor wir die Großbaustelle in die Zuständigkeit der Autobahngesellschaft des Bundes übergeben.

Autobahnabschnitt soll bis Ende 2021 wieder vierspurig sein

Damit wollen wir dazu beitragen, dass der Autobahnverkehr möglichst Ende des Jahres 2021 wieder vierspurig - auf zwei eingeengten Fahrspuren je Richtung - durch das Trebeltal rollen kann. Das Beispiel der Petersdorfer Brücke an der A 19 zeigt, dass damit größere Staus im regulären Verkehr Geschichte sein werden.“

Die A 20 war genau dort aber im Herbst 2017 innerhalb weniger Wochen an mehreren Stellen abgesackt und schließlich regelrecht eingestürzt. Experten vermuten einen Grundbruch des offenbar nicht ausreichend erprobten Gründungssystems. Nun rollt der Verkehr über eine Behelfsbrücke, die die niederländische Firma Janson Bridging an die öffentliche Hand vermietet hat – für etwas mehr als 150 000 Euro pro Monat.

Das sind die Zahlen und Fakten

Für die Gründung des Brückenbauwerkes östlich der Trebeltalbrücke in Fahrtrichtung Lübeck wurden 34 Bohrpfähle in drei Pfeilerachsen jeweils quer zur Fahrbahn eingesetzt. Sie haben jeweils einen Durchmesser von 1,2 Metern und sind im Schnitt circa 24 Meter lang.

Die Brücke wird mit Spannbeton errichtet, also Beton, der im unbelasteten Zustand mit Hilfe von Stahldrahteinlagen zusammengepresst wird, um die durch spätere Lasten wie die darauf liegenden Verkehre oder Temperaturschwankungen entstehenden Zugkräfte zu kompensieren. Für die Brücke werden 1450 Kubikmeter Beton verbaut.

So teuer sind die Baumaßnahmen

Die Kosten belaufen sich auf ungefähr 8,8 Millionen Euro und werden vom Bund getragen. Dieser ist auch zuständig für Planung, Ausschreibung und Bau der westlichen Brückenhälfte, die aus Richtung Rostock kommend auf die Trebeltalbrücke führt, sowie des an diese anschließenden kurzen Teilbauwerks in Richtung Stralsund.

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Von OZ

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