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MV aktuell Abbau im Filialnetz der Volks- und Raiffeisenbanken in MV verlangsamt
Nachrichten MV aktuell Abbau im Filialnetz der Volks- und Raiffeisenbanken in MV verlangsamt
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16:42 15.03.2019
Eine Filiale der VR Bank: Das Geldinstitut hat den Abbau der Filialen in MV verlangsamt. Quelle: Martin Schutt/dpa
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Rendsburg/Schwerin

Die Volks- und Raiffeisenbanken haben den Abbau ihres Filialnetzes in Mecklenburg-Vorpommern verlangsamt. Aktuell gebe es 90 Zweigstellen im Nordosten, vor drei Jahren seien es 112 gewesen, sagte Pressesprecher Björn Selck am Freitag. Der größte Teil des Abbaus sei von 2016 zu 2017 erfolgt. „Wir wollen in der Region präsent bleiben, müssen aber auch auf die Digitalisierung reagieren“, sagte er.

Persönliche Nähe ist den Kunden der Genossenschaftsbank in MV - darunter viele Land- und Forstwirte - offenbar sehr wichtig. Neun von zehn Kunden äußerten in einer Umfrage, dass sie Beratungsgespräche zu Themen wie Immobilien, Altersvorsorge und Vermögensaufbau am liebsten persönlich in einer Filiale führen, hieß es. Beim Zahlungsverkehr setze sich hingegen zunehmend online durch.

Das Geschäft der Volks- und Raiffeisenbanken entwickelte sich den Angaben zufolge 2018 trotz der niedrigen Zinsen solide. Die neun Kreditgenossenschaften im Nordosten hätten ein „ordentliches“ Betriebsergebnis von 49,5 Millionen Euro erzielt. Das entspreche 0,94 Prozent der Bilanzsumme.

Das Volumen der Kundengelder sei um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Im Firmenkundengeschäft habe es ein Plus von 5,4 Prozent gegeben. Mit rund 1,5 Milliarden Euro machten die gewerblichen Kredite knapp zwei Drittel aller Kredite aus. Fast 40 Prozent (587 Millionen Euro) davon entfielen auf die Land- und Forstwirtschaft - rund 7,5 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Iris Leithold