Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
MV aktuell Ex-Pfleger soll schlafenden Rentner die Kehle durchgeschnitten haben
Nachrichten MV aktuell Ex-Pfleger soll schlafenden Rentner die Kehle durchgeschnitten haben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
In diesem Haus wurde am Sonnabend ein Rentner mutmaßlich von seinem Ex-Pfleger mit einem Messer getötet. Quelle: Ralf Drefin
Anzeige
Wittenburg

Eine grausame Tat sorgt in der mecklenburgischen Kleinstadt Wittenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) für Entsetzen. Ein 85 Jahre alter Mann ist in seinem Einfamilienhaus – vermutlich im Schlaf - getötet worden. Ihm wurde nach bisherigen Erkenntnissen mit einem Messer, die Kehle durchgeschnitten. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag mit bei einer Pressekonferenz mit. Als dringend tatverdächtig gilt ein 20-Jähriger, der bereits am Samstag festgenommen worden war. Der mutmaßliche Täter kannte sein Opfer. Der abgelehnte Asylbewerber aus Afghanistan hatte den Rentner im August eine Woche lang gepflegt. Er war jetzt wieder bei ihm, um Hilfsarbeiten am Haus ausführen. Gegen den 20-Jährigen wurde Haftbefehl wegen heimtückischen Mordes erlassen. Nach der Tat, die sich den Angaben zufolge am frühen Samstagmorgen gegen 2.00 Uhr ereignete, war der Verdächtige zunächst geflohen.

Haushaltshelfer sah Tat mit dem Babyfon

Der Verdächtige lebte mit einer Duldung einer sächsischen Behörde in Deutschland, die Ende Januar ausläuft. Er wohnte in einer Flüchtlingsunterkunft im Raum Zwickau.Die Tochter des späteren Opfers ist dort in der Flüchtlingshilfe aktiv und vermittelte dem jungen Mann den Job bei ihrem Vater. Ein Haushaltshelfer, der mit im Haus des Rentners lebte, sah die Tat über die Kamera in einem Babyfon mit an. Allerdings habe er zunächst angenommen, der 20-Jährige habe dem alten Mann die Decke gerichtet, sagte Claudia Lange, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Schwerin.

Am Samstagnachmittag wurde der Gesuchte an der A 24 bei Geesthacht in Schleswig-Holstein von der Autobahnpolizei aufgegriffen, sagte Steffen Baudler vom Polizeipräsidium Rostock. Die Beamten brachten den jungen Mann zunächst in ein Krankenhaus. Bei der Überprüfung der Identität stellte heraus, dass es sich um den Tatverdächtigen handelte. Er sitzt den Angaben zufolge bereits in U-Haft in Neustrelitz; er habe sich bisher nicht zur Tat geäußert. Die Tatwaffe wurde noch nicht gefunden.

Innenminister warnt: Tat nicht politisch instrumentalisieren

Das Motiv für die Tat ist Lange zufolge bisher unklar. Hinweise auf eine religiös oder politisch motivierte Tat gebe es nicht. Auch gestohlen wurde den Angaben zufolge nichts. Laut Polizei ist der Tatverdächtige in Mecklenburg-Vorpommern nicht aktenkundig. Ob dies in anderen Bundesländern auch so ist, müsse noch ermittelt werden. Nach Angaben des Schweriner Innenministeriums ereigneten sich im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern 56 versuchte oder vollendete Tötungsdelikte. Von den Tatverdächtigen seien 8 nichtdeutscher Herkunft gewesen, sagte ein Sprecher.

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) reagierte erschüttert auf die Tat von Wittenburg. Er warnte davor, die Tat für politische Zwecke zu instrumentalisieren und sie dafür zu missbrauchen, zu Hass und Gewalt aufzurufen. „Ich bin davon überzeugt, dass die Justiz die Umstände und Motive der Tat restlos aufklären und den Täter einer gerechten Strafe zuführen wird“, erklärte er in einer Mitteilung. Ein Sprecher der Stadt Wittenburg äußerte sich ähnlich.

Ein alleinstehender Rentner ist in Wittenburg in der Nacht zu Sonnabend getötet worden. Dringend tatverdächtig ist ein 20-jähriger abgelehnter Asylbewerber aus Afghanistan, der Arbeiten am Haus des 85-Jährigen ausführte.

dpa/OZ

Im zweiten Schulhalbjahr 2017/18 gab es in der Schule und auf dem Schulweg in Mecklenburg-Vorpommern 8117 kleinere und größere Unfälle mit Schülern. Die Unfallzahlen im Schulsport gehen zurück.

18.11.2018

In mehr als vier Jahrzehnten führte die Wasserspringer-Trainerin Athleten in Rostock in die nationale und internationale Spitze. Nun verabschiedet sie sich in den Ruhestand, der keiner wird: sie will mit ihrem Mann viel reisen und sich ihren Hobbies widmen.

18.11.2018

Das oberste Gremium des Gesundheitswesens hat seinen ersten Bericht zur Qualität der Krankenhäuser in Deutschland vorgelegt. Im Bereich Frauenheilkunde wird den Kliniken in Teterow und Güstrow „unzureichende Qualität“ attestiert. Die Betroffenen wehren sich gegen diese Bewertung.

22.11.2018