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MV aktuell Abgeordnete fordern mehr Zeit für Theaterreform
Nachrichten MV aktuell Abgeordnete fordern mehr Zeit für Theaterreform
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07:56 20.08.2014
Ernste Gesichter während der Debatte in der vollen Greifswalder Stadthalle: Nicolaus Steenken (v.l.) von der Unternehmensberatung Metrum, Theaterintendant Dirk Löschner, Kulturstaatssekretär Sebastian Schröder (SPD) und Stralsunds OB Alexander Badrow (2.v.r.). Quelle: P.binder
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Greifswald

Die Landesregierung hat ihre Forderung nach einer zügigen Entscheidung zur Zukunft des Theaters Vorpommerns am Montagabend bei einer gemeinsamen Sitzung der Bürgerschaften von Greifswald und Stralsund erneut bekräftigt. „Wir werden im Land noch in diesem Jahr eine feststehende Entscheidung treffen. Und es ist an Ihnen, sich daran zu beteiligen“, betonte Kulturstaatssekretär Sebastian Schröder (SPD). Das Land schlägt eine Fusion der Bühne mit der Theater und Orchester GmbH (TOG) in Neubrandenburg und Neustrelitz vor, um so spätestens ab dem Jahr 2020 in beiden Häusern Personalkosten in Millionenhöhe einzusparen.

Greifswalds Oberbürgermeister Arthur König (CDU) forderte dagegen ausreichend Zeit, um entsprechende Beschlüsse fassen zu können. Im Falle einer Fusion mit der TOG müssten sechs Kommunalparlamente daran beteiligt werden. „Das ist nicht in vier oder acht Wochen zu schaffen“, sagte König. Gleichwohl sei es aber zwingend notwendig, zukunftsfähige Strukturen zu schaffen.

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Rainer Steffens, der kürzlich als Aufsichtsratschef des Theaters Vorpommern zurückgetreten ist, sieht „schwarz“, wie er sagte, dass entscheidende Weichenstellungen noch in diesem Jahr vorgenommen werden könnten. Bislang haben weder Stralsund noch Greifswald eine vom Land geforderte Zielvereinbarung zur Reform der Theaterstruktur unterzeichnet.

Nicolaus Steenken von der Unternehmensberatung Metrum, die von der Landesregierung mit einem Konzept zur Theaterreform beauftragt worden ist, sagte, dass Einsparungen in beiden Theatern lediglich im Personalbereich möglich seien. Dieser Block macht am Theater Vorpommern derzeit rund 85 Prozent der Gesamtkosten aus. Die Sachmittel seien mit insgesamt 1,8 Millionen Euro am Theater Vorpommern und der TOG zusammen zu gering, um grundsätzliche Veränderungen herbeizuführen.


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Benjamin Fischer