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MV aktuell Abschleppkosten: Gericht stoppt Abzocker
Nachrichten MV aktuell Abschleppkosten: Gericht stoppt Abzocker
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14:12 05.07.2014
Fertig für den Abtransport: Ein falsch geparktes Auto wird vom Abschlepper aufgeladen und auf einen Verwahrparkplatz gebracht. Quelle: Roland Holschneider/dpa
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Rostock

Weniger Abzocke von Falschparkern: Die müssen nicht jede Summe zahlen, um an ihr abgeschlepptes Auto zu kommen. Die Obergrenze ist der ortsübliche Preis. Das hat gestern der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschieden.

Im Streitfall hatte ein Autofahrer seinen Wagen unberechtigt auf dem Privatparkplatz eines Fitnessstudios abgestellt. Das ließ das Auto abschleppen. Das beauftragte Unternehmen verlangte dafür 250, später dann 297,50 Euro. Der Falschparker zahlte nur 100 Euro und bekam seinen Wagen erst, als er die restliche Summe beim Amtsgericht hinterlegt hatte. Die Anwältin des klagenden Autofahrers, Barbara Genius, sprach sogar von einer „Erpressungssituation“: Der verlangte Betrag von 250 Euro sei das Dreifache der in München üblichen Abschleppkosten.

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Der Bundesgerichtshof gab ihr Recht. Zwar dürften unberechtigt auf einem Kundenparkplatz stehende Autos abgeschleppt werden. Doch: Die Abschleppkosten seien „durch das Wirtschaftlichkeitsgebot begrenzt“. Maßgeblich seien laut BGH die ortsüblichen Kosten. In Mecklenburg-Vorpommern liegen die laut dem Automobilclub ADAC zwischen 120 bis 150 Euro – auf öffentlichen Grundstücken.



OZ