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MV aktuell Abwrackprämie: 150 Euro für alte Stromfresser
Nachrichten MV aktuell Abwrackprämie: 150 Euro für alte Stromfresser
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06:00 03.06.2014
Stromfresser kurz vor der Verschrottung: alte Kühlschränke in einer Recyclingfirma.
Stromfresser kurz vor der Verschrottung: alte Kühlschränke in einer Recyclingfirma. Quelle: Daniel Naupold / Dpa
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Greifswald

Einkommensschwache Haushalte können 150 Euro bekommen, wenn sie ihren stromfressenden, mindestens zehn Jahre alten Kühlschrank oder Gefrierschrank stilllegen und dafür ein neues Gerät der Effizienzklasse A+++ kaufen. Im April trat diese Regelung in Kraft – zunächst jedoch nicht flächendeckend. Bis Ende 2015 will das Bundesumweltministerium mit dieser besonderen Abwrackprämie den Austausch von 16 000 Geräten mit insgesamt 2,4 Millionen Euro fördern.

Bundesweit wurde dieses Angebot bislang von mehr als 100 Personen genutzt, davon rund ein Dutzend Mal in Greifswald und Stralsund. Die beiden Städte gehören mit ihren Landkreisen zu den zunächst 70 Regionen in Deutschland, in denen arme Menschen so einen Zuschuss bekommen können. „Das Interesse ist sehr groß, aber vielen fehlt das nötige Geld dafür. Ein verbrauchsarmes Gerät kostet ja mindestens 300 Euro“, sagt Projektleiterin Elvira Lenz von der Caritas Greifswald.

Sie organisiert auch den Stromspar-Check, bei dem sich Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld kostenlos zum Thema Energiesparen beraten lassen. Bei diesem Programm des Caritasverbandes und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen analysieren speziell geschulte Langzeitarbeitslose vor Ort den Strom- und Wasserverbrauch und geben Energiespartipps.

„Innerhalb von einem Jahr haben wir in Greifswald 350 Haushalte beraten, in Stralsund gab es seit 2010 rund 1000 Beratungen“, sagt Lenz. Pro Haushalt werden dabei Energiesparlampen, schaltbare Steckdosenleisten und Durchflussbegrenzer für Wasser im Wert von bis zu 70 Euro kostenlos verteilt. Derzeit sind in Greifswald und Stralsund jeweils sechs der bundesweit 900 Stromsparhelfer als so genannte Ein-Euro-Jobber tätig. In Stralsund haben zwei von ihnen bei der Caritas eine regulär bezahlte Stelle für ein Jahr als Service- Berater bekommen.



Joachim Göres