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MV aktuell AfD-„Flügeltreffen“ in Binz: So protestiert Rügen – Bündnis gegen die Veranstaltung
Nachrichten MV aktuell AfD-„Flügeltreffen“ in Binz: So protestiert Rügen – Bündnis gegen die Veranstaltung
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15:00 17.11.2019
Im Arkona Strandhotel in Binz trifft sich am 23. November der völkisch-nationalistische AfD-„Flügel“. Presse ist nicht erwünscht. Vor der Tür ist eine Gegendemo geplant. Quelle: Stefan Sauer
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Binz

Königsstuhltreffen – unter diesem pathetischen Titel trifft sich der „Flügel“, eine Gruppe völkisch-nationalistischer Parteimitglieder um Frontmann Björn Höcke aus Thüringen, am 23. November in Binz. Erwartet werden neben dem umstrittenen Höcke, der das Holocaust-Mahnmal in Berlin ein „Denkmal der Schande“ nannte und eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ forderte, auch Andreas Kalbitz, AfD-Fraktionschef im Brandenburger Landtag. Gegen dieses Treffen formiert sich Protest in Mecklenburg-Vorpommern. Die AfD-Rechtsaußen wollen unter sich sein, Presse ist nicht willkommen.

Verfassungsschutz hat AfD-“Flügel“ auf dem Schirm

Bei solchen „Flügelfesten“ werde „grundsätzlich keine Presse zugelassen“, erklärte Enrico Komning, AfD-Bundestagsmitglied aus Neubrandenburg, auf OZ-Anfrage. Dies sei bereits beim Kyffhäusertreffen so gehandhabt worden. Bei diesen Treffen heizen die Rechtsaußen in der AfD regelmäßig mit Parolen die Stimmung auf. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat den AfD-„Flügel“ als Verdachtsfall im Bereich des Rechtsextremismus eingestuft. Laut Einladung werden in Binz auch die Schweriner AfD-Sprecherin Petra Federau und Landtagsmitglied Ralph Weber reden.

Bündnis ruft zur Demo vor dem Tagungsort auf

Gegen das Treffen formiert sich Widerstand auf Rügen. Das Bündnis „Rügen für alle – Gemeinsam gegen rechts“ ruft am 23. November zur Demo vor dem AfD-Tagungsort, dem Arkona Strandhotel, auf. Gerechnet werde mit 300 bis 500 Teilnehmern.

Kritisch zum „Flügeltreffen“ äußert sich auch die Ernst-Moritz-Arndt-Gesellschaft. Die AfD-Rechtsaußen berufen sich bei der Ortswahl unter anderem auf den auf Rügen geborenen streitbaren Publizisten Arndt. „Diese Vereinnahmung empört uns“, teilt Klaus-Michael Erben, Vorsitzender der Gesellschaft, mit.

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Von Frank Pubantz

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